Schwächerer Teil der Kluftinger-Reihe

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rinoa Avatar

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Normalerweise bin ich kein allzu großer Fan von humoristischen Büchern oder gar Krimis. Bei der Kluftinger-Reihe mache allerdings gerne eine Ausnahme, sie begleitet mich schon von Anfang an - und ich sie.

Natürlich gibt es auch immer wieder Fremdschäm-Momente, beispielsweise bei Telefonaten zwischen Klufti und seinem japanischen Gegen-Schwiegervater und manche Stereotype sind mir einfach zu viel. Der Kollege Maier wird mir von Mal zu Mal anstrender und unsympathischer, von Doktor Langhammer ganz zu schweigen.

Trotzdem freue ich mich immer auf jeden neuen Band, denn Kluftinger wirkt vielleicht manchmal etwas altbacken und unbeholfen (was er sicher auch ist), er ist aber gleichzeitig auch ein sehr guter Kommissar und wird gerne unterschätzt.
Außerdem gefällt es mir, dass die Autoren immer wieder aktuelle Themen aufgreifen und diese wirklich elegant verarbeiten.
In diesem Fall sind das Social Media, allen voran Instagram, Influencer, Hass im Netz, aber auch politische Themen werden aufbereitet.

Allerdings muss ich sagen, dass es mir diesmal zu viele Nebenschauplätze drumherum im Privaten gab und dabei für meinen Geschmack der eigentliche Fall so ein wenig auf der Strecke blieb. Ich habe mich öfter bei dem Gedanken ertappt, wann denn nun endlich die Ermittlungen weitergehen. Dafür war Kluftinger mir zu sehr mit Gemeinderat, Besuch aus Japan und allen möglichen Fettnäpfchen beschäftigt. Für mich ist "Blendwerk" daher ein eher schwächerer Teil der Reihe, auch wenn ich dieser trotzdem treu bleiben werde.