Zefix!…diesem Internet darf man nicht alles glauben!

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lemmi Avatar

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Eigentlich sollte es ein gemütlicher Ausflug zum Eistobel werden und Familienmensch Klufti freut sich auf einen entspannten Tag im Kreise seiner Familie, nebst leicht nervigem japanischem Besuch. Doch leider fällt die Wanderung schon nach den ersten Sehenswürdigkeiten ins Wasser und zwar genau dort, wo Miyako auf eine Wasserleiche stößt. War es ein Unfall? Stürzte die Frau, eine bekannte Influencerin, bei einem allzu gewagten Instagram-Selfie ab oder half jemand nach? Schnell schaltet Klufti in den Ermittlermodus und übernimmt als erfahrener Allgäuer Kommissar Kluftinger das weitere Vorgehen.

Was als normale Ermittlung mit unbekannter Todesursache beginnt, artet zügig in eine Jagd nach einem Mörder bis hinunter ins Darknet aus. Den irritierten Klufti verschlägt es dabei rasant in die digitale Welt, dabei ist ihm dieses ganze Social Media Gedöns so was von fremd. Allein schon die Begriffe rutschen ihm schlecht von der Zunge. Priml! Wie soll er sich da nur wieder durchmogeln ohne sein Gesicht zu verlieren und dabei auch noch einen Täter finden, den es irgendwie nur virtuell zu geben scheint…

Das Autorenduo Klüpfel und Kobr hat es wieder einmal geschafft und Klufti in eine völlig neue Situation katapultiert. Sie platzieren den bodenständigen Allgäuer inmitten eine künstliche Welt, bei der man die Wahrheit oft nicht von der Realität unterscheiden kann. Gespickt mit den passenden Begriffen und die Kapitel mit Hashtags überschrieben, kommt der Krimi erfrischend aktuell daher.

Auch in Blendwerk sind die Charaktere liebevoll herausgearbeitet und durften sich weiter entwickeln. Im nunmehr 14. Band der Reihe wird der eh schon nervige Doktor Langhammer als geltungssüchtiger Dorfpolitiker noch penetranter und auch über das Ermittlerteam erfährt man das ein oder andere Neue.

Kann man mit diesem Band in die Kluftinger-Reihe einsteigen? Warum nicht. Es ist eine in sich geschlossene und wohldurchdachte Geschichte. Doch Obacht, möglicherweise packt es einem so sehr, daß man die Bände davor auch lesen möchte.

Ins Detail auszuführen, was das Ganze mit erotischen Fußbildern, blinkendem japanischem Spielzeug, einem spitzelnden Vater und einem sehr! verdreckten Passat zu tun hat, würde hier zu weit führen. Einfach selber lesen und sich dabei königlich amüsieren.