Im Nebel der Vergangenheit.
Schon beim ersten Blick auf das Buch hat mich die Gestaltung komplett überzeugt, besonders dieser tolle Farbschnitt, der das Buch zu einem echten Hingucker macht und perfekt mit den düsteren Rottönen des Waldmotivs verschmilzt. Der Einstieg hat mich absolut umgehauen, weil Anna Schneider von Sekunde eins an eine unglaubliche, fast schon greifbare Spannung aufbaut. Man spürt Sophies Beklemmung hautnah, als sie sich mit beschlagenen Scheiben und rasendem Herzen im Schritttempo durch den dichten Nebel kämpft, um vor ihrem Ex Philip zu fliehen. Sophie ist für mich eine unglaublich starke, wenn auch vom Leben gezeichnete Protagonistin, deren Leidenschaft für analoge Fotografie und Lost Places ihr eine richtig faszinierende Tiefe gibt. Mich hat die Leseprobe völlig fasziniert zurückgelassen, und ich würde gerne erfahren, was es mit dem blutigen Geheimnis von vor zwanzig Jahren auf sich hat, wer da wirklich im Schatten des Waldrands lauert und welches Gesicht Sophie auf den analogen Negativen der Familie Grafinger wiedererkennt.