Man kann vor vielem fliehen – aber nicht vor der Vergangenheit

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dana2505 Avatar

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Man kann vor vielem fliehen – aber nicht vor der Vergangenheit

Schon die Ausgangssituation hat bei mir sofort für ein ungutes Gefühl gesorgt. Sophie hat eine manipulative Beziehung hinter sich und versucht eigentlich, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Dass sie sich trotzdem ständig beobachtet und verfolgt fühlt, lässt einen automatisch mit ihr zweifeln: Ist da wirklich jemand oder spielt ihr die Vergangenheit einen Streich?

Besonders gut gefällt mir die Idee mit der analogen Fotografie. Bilder entwickeln sich erst nach und nach und plötzlich kann darauf etwas sichtbar werden, das man beim Fotografieren vielleicht gar nicht wahrgenommen hat. Für einen Thriller finde ich das ziemlich genial.

Dass Sophie ausgerechnet bei der Familie Grafinger auf ein Gesicht stößt, das sie niemals vergessen konnte, hat mich endgültig neugierig gemacht. Plötzlich geht es nicht mehr nur um ihre aktuelle Situation, sondern auch um die Nacht vor zwanzig Jahren, in der ihr Vater ermordet wurde. Da möchte ich natürlich wissen, welche Verbindung zwischen damals und heute besteht.

Sophie wirkt auf mich gleichzeitig verletzlich und stark. Gerade nach dem, was sie erlebt hat, kann man ihre Unsicherheit gut nachvollziehen. Gleichzeitig möchte ich unbedingt herausfinden, ob sie ihrem eigenen Gefühl vertrauen kann.

Die Leseprobe hat für mich genau das geschafft, was ein Thriller schaffen sollte: Sie hinterlässt Fragen, ein leicht mulmiges Gefühl und den dringenden Wunsch, weiterzulesen. Ich möchte wissen, wer Sophie beobachtet, was die Familie Grafinger verbirgt und vor allem, was damals wirklich mit ihrem Vater passiert ist.