Wenn hinter schönen Fassaden dunkle Geheimnisse lauern

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zockip18 Avatar

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Mein erster Eindruck von „Blut für Blut“ von Anna Schneider ist bisher richtig spannend und vor allem angenehm düster. Schon der Prolog hat mich neugierig gemacht, denn man merkt sofort, dass eine Familie von einem schrecklichen Ereignis geprägt wurde und dass hinter der Vergangenheit noch einiges verborgen liegt. Besonders der letzte Satz des Prologs macht direkt neugierig darauf, was damals passiert ist und warum diese Familie als „Familie des Mörders“ bekannt wurde.

Sehr gut gefällt mir, dass die Geschichte zunächst mit Sophie startet. Sie befindet sich nach der Flucht aus einer schwierigen und kontrollierenden Beziehung an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Gleichzeitig versucht sie, sich als Fotografin eine eigene Existenz aufzubauen. Dadurch wirkt sie auf mich bisher sehr verletzlich, aber gleichzeitig auch erstaunlich entschlossen. Ich bin gespannt, wie sie sich im weiteren Verlauf entwickeln wird.

Besonders interessant finde ich ihren neuen Auftrag. Eine wohlhabende Familie, ein abgelegenes Gutshaus, ungewöhnliche Regeln und die Forderung, ausschließlich analog zu fotografieren – das alles wirkt zunächst faszinierend, gleichzeitig aber auch etwas unheimlich. Dass Sophie trotz ihrer Zweifel allein zu dem Anwesen fahren soll, hat bei mir sofort ein ungutes Gefühl ausgelöst.

Die Atmosphäre ist für mich bisher eine der größten Stärken. Nebel, Wald, Dunkelheit und das abgelegene Gutshaus erzeugen eine sehr passende Thrillerstimmung. Dazu kommen immer wieder kleine Momente, bei denen man sich fragt, ob Sophie tatsächlich beobachtet wird oder ob ihre angespannte Situation ihr einen Streich spielt. Dadurch entsteht eine unterschwellige Spannung, ohne dass ständig etwas Dramatisches passieren muss.

Auch die Familie Grafinger finde ich bereits interessant. Nach außen wirkt alles elegant, wohlhabend und perfekt, gleichzeitig bekommt man schnell den Eindruck, dass innerhalb dieser Familie nicht alles so harmonisch ist, wie es zunächst dargestellt wird. Schon Marlenes Beschreibung der einzelnen Familienmitglieder macht neugierig darauf, diese Personen selbst kennenzulernen.

Der Schreibstil gefällt mir bisher sehr gut. Er lässt sich flüssig lesen und schafft es, sowohl Sophies persönliche Situation als auch die Atmosphäre des Settings anschaulich zu vermitteln. Besonders die Beschreibungen des Waldes und des Gutshauses sorgen dafür, dass ich mir die Schauplätze sehr gut vorstellen kann. Gleichzeitig werden immer wieder kleine Fragen und Hinweise eingestreut, die mich zum Weiterlesen bringen.

Was mir besonders gefällt, ist die Verbindung aus Sophies persönlicher Geschichte und dem eigentlichen Thrillerplot. Ihre Vergangenheit scheint eng mit ihrer Gegenwart verbunden zu sein, und die Leseprobe gibt bereits das Gefühl, dass nicht alle Ereignisse zufällig zusammenkommen.

Mein bisheriges Fazit: Die Leseprobe hat mich definitiv neugierig gemacht. Ich mag die düstere Atmosphäre, das geheimnisvolle Familienanwesen und vor allem die vielen offenen Fragen. Besonders möchte ich wissen, was hinter der Vergangenheit der Familie steckt und warum ausgerechnet Sophie für diesen ungewöhnlichen Auftrag ausgewählt wurde. Für mich ist „Blut für Blut“ damit ein Thriller, bei dem ich nach der Leseprobe auf jeden Fall weiterlesen möchte.