Angst und Vergangenheit

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„Blut für Blut“ von Anna Schneider handelt von Sophie Roth, die nach einer gewalttätigen Beziehung als Fotografin neu anfangen will. Ein Auftrag bei der reichen Familie Grafinger bringt sie jedoch ihrer Vergangenheit näher, denn der Mord an ihrem Vater vor zwanzig Jahren scheint plötzlich wieder eine Rolle zu spielen. Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leichtgefallen. Die Autorin schreibt flüssig und bildhaft, sodass ich schnell in die Handlung hineingezogen wurde. Besonders gut gefallen hat mir der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Dadurch setzt sich die Geschichte nach und nach zusammen und man möchte unbedingt wissen, was damals wirklich passiert ist. Die mysteriösen Aufträge, die unheimliche Atmosphäre rund um die Familie Grafinger und Sophies Vergangenheit haben für viel Spannung gesorgt. Ich hatte oft das Gefühl, dass hinter jeder Figur mehr steckt, als man zuerst denkt. Dadurch blieb meine Neugier bis zum Schluss geweckt. Sophie als Protagonistin mochte ich sehr. Ich konnte ihre Angst vor Philip gut nachvollziehen und hatte von Anfang an Mitgefühl mit ihr. Gleichzeitig fand ich sie mutig, weil sie trotz allem versucht, ihr Leben neu zu ordnen und sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Die Figuren sind klar dargestellt, sodass man der Handlung gut folgen kann. Ich bin förmlich durch die Seiten geflogen. Auch wenn ich gegen Ende manche Entwicklungen schon erahnen konnte, blieb die Geschichte für mich interessant und fesselnd. Insgesamt ist das Buch ein sehr gelungener Thriller, der mich überzeugen konnte.