Geheimnisvoll und überraschend

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
terminator Avatar

Von

Blut für Blut überzeugt mit einem gelungenen Einstieg, interessanten Geheimnissen und einigen überraschenden Wendungen, auch wenn die Spannung zwischendurch etwas nachlässt. Besonders gelungen sind die Rückblicke in Sophies Kindheit und auf den Mord an ihrem Vater. Die kurzen Einschübe enden häufig mit kleinen Cliffhangern und machen neugierig auf die weiteren Entwicklungen. Auch die Handlung in der Gegenwart bietet mit einem Stalker, einem geheimnisvollen Bild und der merkwürdigen Familie Grafinger einige interessante Rätsel. Die Hauptfigur Sophie ist eine sympathische Protagonistin, mit der man schnell mitfühlt. Dennoch hat es das Buch nie geschafft, mich vollends zu packen. Irgendwie fehlte immer das gewisse Etwas. Insbesondere die Fotosessions bremsen die Handlung wiederholt aus. Erst im letzten Drittel nimmt das Geschehen deutlich an Fahrt auf und hält einige unerwartete Überraschungen bereit. Das Finale ist durchaus spannend, wirkt stellenweise allerdings etwas konstruiert. Die kurzen Kapitel und der angenehme Schreibstil sorgen für einen flüssigen Lesefluss. Lediglich die gelegentlichen Wechsel der Erzählperspektiven zwischen den Zeitsprüngen sind etwas verwirrend. Trotz einiger Längen und kleiner Schwächen bleibt die Geschichte bis zum Schluss aber lesenswert.