Gelungener Spannungsroman
Anna Schneider konnte mich bereits mit ihrer Grenzfall-Reihe begeistern. Nun betritt die Autorin also ein neues Terrain. Mit „Blut für Blut“ ist ihr ein absolut spannender Roman gelungen, der fast schon Thrillerqualitäten hat.
Sophie lebt in einem Bauwagen am Waldesrand. Hierhin ist sie vor ihrem gewalttätigen Freund geflüchtet und schlägt sich mit Gelegenheitsjobs als Fotografin durch. Als ihr ein gut bezahlter Auftrag der wohlhabenden Familie Grafinger angeboten wird, sagt Sophie sofort zu. Doch beim ersten Entwickeln ihrer Aufnahmen macht sie eine schockierende Entdeckung. Plötzlich fühlt sich Sophie beobachtet und verfolgt. Sie erkennt, dass alles mit der Nacht vor zwanzig Jahren zusammenhängt, in der ihr Vater ermordet wurde.
Zu Beginn lernt man Sophie und ihre Lebenssituation kennen. Alles wirkt sehr authentisch und die Atmosphäre ist gut eingefangen. Erzählt wird auf zwei Ebenen. Zum einen aus der Erzählperspektive im Jetzt und aus der Ego-Perspektive von Sophie zwanzig Jahre zuvor. So erfährt man nicht nur wie sich die aktuelle Situation Sophies entwickelt, sondern bekommt auch nach und nach einen Einblick über das tiefgreifende Ereignis von damals. Zudem gibt es kurze, in kursiver Schrift gehaltene Kapitel aus der Täterperspektive. Doch wer sich dahinter verbirgt, bleibt zunächst das große Geheimnis und man kann dabei gut miträtseln. Je tiefer man in die Geschichte eindringt, desto schneller erfolgen auch die Wechsel zwischen den beiden Zeitebenen. Dies erhöht zusätzlich die Spannung, die auch sonst recht hohes Niveau hat. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass Sophie eine unzuverlässige Erzählerin ist, was aber hauptsächlich daran lag, dass Sophie einfach vieles verdrängt, an das sie sich nicht erinnern will.
Während der größte Teil der Handlung sehr detailliert beschrieben wird, geht es am Ende dann auf einmal sehr schnell. Fast so, als müsste das Buch nun unbedingt zu Ende gebracht werden. Dennoch werden fast alle offenen Fragen geklärt und ein Teil meiner Vermutungen bestätigte sich.
Ein paar Worte noch zum Cover: es ist wirklich ein absoluter Hingucker. Hier hat sich der Farbschnitt auf jeden Fall gelohnt. Die Farben sind außergewöhnlich schön und auf einander abgestimmt. Passt perfekt zum Herbst.
Insgesamt ein sehr gelungener Spannungsroman, der Erzählstil ist nahezu perfekt. Ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin, egal ob es weitere Grenzfälle oder ein Roman sein wird.
Sophie lebt in einem Bauwagen am Waldesrand. Hierhin ist sie vor ihrem gewalttätigen Freund geflüchtet und schlägt sich mit Gelegenheitsjobs als Fotografin durch. Als ihr ein gut bezahlter Auftrag der wohlhabenden Familie Grafinger angeboten wird, sagt Sophie sofort zu. Doch beim ersten Entwickeln ihrer Aufnahmen macht sie eine schockierende Entdeckung. Plötzlich fühlt sich Sophie beobachtet und verfolgt. Sie erkennt, dass alles mit der Nacht vor zwanzig Jahren zusammenhängt, in der ihr Vater ermordet wurde.
Zu Beginn lernt man Sophie und ihre Lebenssituation kennen. Alles wirkt sehr authentisch und die Atmosphäre ist gut eingefangen. Erzählt wird auf zwei Ebenen. Zum einen aus der Erzählperspektive im Jetzt und aus der Ego-Perspektive von Sophie zwanzig Jahre zuvor. So erfährt man nicht nur wie sich die aktuelle Situation Sophies entwickelt, sondern bekommt auch nach und nach einen Einblick über das tiefgreifende Ereignis von damals. Zudem gibt es kurze, in kursiver Schrift gehaltene Kapitel aus der Täterperspektive. Doch wer sich dahinter verbirgt, bleibt zunächst das große Geheimnis und man kann dabei gut miträtseln. Je tiefer man in die Geschichte eindringt, desto schneller erfolgen auch die Wechsel zwischen den beiden Zeitebenen. Dies erhöht zusätzlich die Spannung, die auch sonst recht hohes Niveau hat. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass Sophie eine unzuverlässige Erzählerin ist, was aber hauptsächlich daran lag, dass Sophie einfach vieles verdrängt, an das sie sich nicht erinnern will.
Während der größte Teil der Handlung sehr detailliert beschrieben wird, geht es am Ende dann auf einmal sehr schnell. Fast so, als müsste das Buch nun unbedingt zu Ende gebracht werden. Dennoch werden fast alle offenen Fragen geklärt und ein Teil meiner Vermutungen bestätigte sich.
Ein paar Worte noch zum Cover: es ist wirklich ein absoluter Hingucker. Hier hat sich der Farbschnitt auf jeden Fall gelohnt. Die Farben sind außergewöhnlich schön und auf einander abgestimmt. Passt perfekt zum Herbst.
Insgesamt ein sehr gelungener Spannungsroman, der Erzählstil ist nahezu perfekt. Ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin, egal ob es weitere Grenzfälle oder ein Roman sein wird.