Vom Grauen verfolgt – atmosphärisch, düster und packend!

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blackcat Avatar

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Sophie hat als Kind etwas Dramatisches erlebt, das sich in etwas Tragisches und schließlich in etwas Zerstörerisches verwandelt hat. Nun, zwanzig Jahre später, befreit sie sich aus einer kontrollierenden Beziehung – nur um wieder in einem Albtraum zu landen …

Sophie will ihren Lebensunterhalt endlich als Fotografin verdienen und ihr Plan scheint aufzugehen: Sie erhält den Auftrag, eine Reihe von Aufnahmen einer bekannten, vermögenden Großfamilie anzufertigen. Und wegen der speziellen Bedingungen (analoge Fotos, Verschwiegenheit) fällt die Bezahlung sehr großzügig aus. Doch Sophie kann ihr neues Leben nicht genießen, denn sie fühlt sich beobachtet, belauert sowie verfolgt – hat ihr Ex sie aufgespürt? Oder hängt es mit ihrem Kindheitstrauma zusammen?

In ihrem neuen Umfeld häufen sich verstörende Vorfälle: Mal kann sie diese ignorieren, weil sie eine harmlose Erklärung findet oder sich einredet, dass sie Gespenster sieht. Mal drohen Anspannung und Angst sie zu verschlingen – ihr die Kehle zuzuschnüren, ihr den Appetit zu verderben, ihr den Schlaf zu rauben. Als die Lage eskaliert, akzeptiert sie, dass es jemand auf sie abgesehen hat, und sie beschließt, sich der Vergangenheit zu stellen, um der Bedrohung auf die Spur zu kommen.

In der Gegenwart erlebt man Sophies Neustart: ihre adrenalingetriebene Nacht-und-Nebel-Flucht, ihre behelfsmäßigen Unterkünfte, wie sie sich als Fotografin selbstständig macht und wie die verschiedenen beunruhigenden Begebenheiten ihr neues Leben zerstören. In der Vergangenheit erzählt die 12-jährige Sophie, wie es zu jener verhängnisvollen, prägenden Sommernacht kommen konnte und was danach geschah. Zudem gibt es kurze, sporadische Kapitel, die sehr rätselhaft daherkommen …

Die Schilderungen von Sophies Innenleben haben mich von Anfang an mitgerissen: Ihre nervöse Energie, ihre wachsame Ängstlichkeit, ihr Hoffen und Bangen kamen hautnah bei mir an. Ihre Gefühle werden so greifbar beschrieben, dass ich automatisch mit ihr mitgefiebert habe. Ich fand auch die Schilderungen des schleichenden Prozesses, der in eine toxische Beziehung führt, nachvollziehbar und bewegend dargestellt.

Die unterschiedlichen Perspektiven und Zeitebenen sorgen für Abwechslung sowie nonstop Spannung, die Charaktere sind großartig gezeichnet und die vielschichtige, dramatische, psychologisch interessante Handlung macht "Blut für Blut" zu einem Pageturner – ich habe das Buch innerhalb von 24h verschlungen!