Mörderjagd in Kirgisistan

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annabas Avatar

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Hallo zusammen,

ich glaube, ich habe noch keinen Krimi gelesen, der in Kirgisistan spielt - das Buch ist mal was wirklich Neues für mich.
Spannend fängt es jedenfalls an: eine schwangere, junge Frau wird ermordet aufgefunden, mit grausem zugerichtetem Körper. Inspektor Borubaew wird zum Tatort gerufen. Borubaew ist ein interessanter Charakter - er hat sein eigenes Päckchen zu tragen, scheint sich aber dennoch einen gewissen Idealismus erhalten zu haben. Er ist kein abgeklärter Polizist, dem alles egal ist, er will die Täter finden und einlochen. Das macht ihn mir sympathisch.
Was ich über die Droge "Krokodil" in der Leseprobe erfahren habe, finde ich schrecklich. Eine Droge, die das Fleisch von den Knochen frisst? Huh, wie verzweifelt muss man da sein - und wie düster die Aussichten, wenn sogar die Polizei froh ist, dass das "billige Heroin" aus Afghanistan Schlimmeres (!) verhindern kann.
Zum Fall selbst kann ich nicht viel sagen, die Hintergründe sind noch völlig offen. Klar ist nur, dass der Täter medizinische Kenntnisse haben muss. Aber das ist noch nicht allzu viel.
Die Atmosphäre des kirgisischen Winters kommt gut beim Lesen rüber, ich meinte schon, den knirschenden Schnee zu hören und die klirrende Kälte zu spüren. Auch spürt man die Trauer des Inspektors über den Verlust seiner Frau/Freundin sehr. Das ist sehr gut beschrieben.

Insgesamt macht mir die Leseprobe aber Lust, die ganze Geschichte zu lesen.
Liebe Grüße von Annabas