Hart, düster und körperlich verstörend – ein Thriller ohne Schonung

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piet1990 Avatar

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Schon der Prolog ist schwer auszuhalten: rohe Gewalt, Demütigung und eine beklemmende Vater-Sohn-Dynamik prägen den Einstieg. Auch im Gegenwartsstrang setzt Saskia Te Marveld auf drastische Bilder, insbesondere bei der makabren Inszenierung präparierter Leichenteile. Die Atmosphäre ist dicht und konsequent düster, die Spannung greifbar. Gleichzeitig wirkt die Gewaltdarstellung stellenweise sehr explizit und fast selbstzweckhaft, was Distanz schafft. Figuren und psychologische Tiefe werden angelegt, brauchen aber noch Raum zur Entfaltung. Ein kompromissloser Thriller, der polarisiert und nicht für empfindliche Leser:innen geeignet ist.