Hat mich nicht überzeugt.
Ich war unentschlossen und hab mich schließlich entschieden, Blutwild nicht lesen zu wollen.
Der Schreibstil ist an sich ganz gut, manche Wortwahl irritiert mich aber. Z.B. Fußleiste, wo vermutlich die Türschwelle gemeint ist. Schuppen, wo vorher die Garage als Schauplatz genannt wurde. Vielleicht liegt das in der Übersetzung begründet, vielleicht auch nicht; ich musste immer wieder überlegen, was jetzt gerade gemeint ist und bin nicht ganz rein gekommen.
Ich schätze, das ist tatsächlich ein „sprachliches Problem“. Irgendwie fühlte sich das beim Lesen immer wieder irgendwo mehr oder weniger subtil nicht ganz stimmig an.
Dann kommt dazu, dass die Protagonistin sich sehr gewollt extrem irrational und nachlässig verhält, das empfinde ich als störend, irgendwie plump. Kein Mensch, der schon ein solches Trauma hinter sich hat, wie es dort beschrieben wird, begibt sich so unbedarft schutzlos wieder in solche Situationen, egal wie besessen er seinen Fall aufklären will. Da sollte wohl das Buch funktionieren und der Plot wurde entsprechend hingebogen. Die Szenen wirken dann teilweise unrealistisch. Wie wahrscheinlich ist es, dass die Protagonistin im Obergeschoss des Hauses ihres vermutlichen Peinigers, in das sie einbricht, unbedarft von Raum zu Raum laufen und auf der Suche nach einem Ausgang alle Türen öffnen kann, wenn noch einen Augenblick vorher der potenzielle Täter lauernd auf der Türschwelle ihres Verstecks gestanden, die Tür zugezogen hat und wenig später dann auch schon die Tür des Badezimmers aufbricht, in das sie sich schließlich flüchtet? Was hat er in der Zwischenzeit gemacht - unten im Haus Kaffee gekocht, nachdem er ja möglicherweise schon mitbekommen hat, dass sie in's Haus eingedrungen ist und oben herumstöbert (denn vor dem Betreten des Hauses, in der Garage, meinte sie ja, im Halbdunkel eine Gestalt gesehen zu haben und hat sich mit ihrem Flashback auch ausreichend laut schreiend und garagentor-polternd bemerkbar gemacht)?
Er wird doch kaum in der Zwischenzeit mehrfach die Treppe zwischen Erd- und Obergeschoss herauf- und heruntergehen?!
Und last but not least ist mir das Buch einfach zu gewollt gewaltvoll. Kinder die gezwungen werden, Tiere zu töten und aufs ekligste zu zerlegen, dabei misshandelt und gequält werden, Gefangenschaft, Folter, abgetrennte Gliedmaßen, schmerzende Prothesen, Dauerflashbacks und museumsartig ausgestellte Körperteile. Der in der Beschreibung gewählte Untertitel des Buches gibt treffend Auskunft, worum es geht. Muss man mögen - für mich ist es kein Lesevergnügen.
Der Schreibstil ist an sich ganz gut, manche Wortwahl irritiert mich aber. Z.B. Fußleiste, wo vermutlich die Türschwelle gemeint ist. Schuppen, wo vorher die Garage als Schauplatz genannt wurde. Vielleicht liegt das in der Übersetzung begründet, vielleicht auch nicht; ich musste immer wieder überlegen, was jetzt gerade gemeint ist und bin nicht ganz rein gekommen.
Ich schätze, das ist tatsächlich ein „sprachliches Problem“. Irgendwie fühlte sich das beim Lesen immer wieder irgendwo mehr oder weniger subtil nicht ganz stimmig an.
Dann kommt dazu, dass die Protagonistin sich sehr gewollt extrem irrational und nachlässig verhält, das empfinde ich als störend, irgendwie plump. Kein Mensch, der schon ein solches Trauma hinter sich hat, wie es dort beschrieben wird, begibt sich so unbedarft schutzlos wieder in solche Situationen, egal wie besessen er seinen Fall aufklären will. Da sollte wohl das Buch funktionieren und der Plot wurde entsprechend hingebogen. Die Szenen wirken dann teilweise unrealistisch. Wie wahrscheinlich ist es, dass die Protagonistin im Obergeschoss des Hauses ihres vermutlichen Peinigers, in das sie einbricht, unbedarft von Raum zu Raum laufen und auf der Suche nach einem Ausgang alle Türen öffnen kann, wenn noch einen Augenblick vorher der potenzielle Täter lauernd auf der Türschwelle ihres Verstecks gestanden, die Tür zugezogen hat und wenig später dann auch schon die Tür des Badezimmers aufbricht, in das sie sich schließlich flüchtet? Was hat er in der Zwischenzeit gemacht - unten im Haus Kaffee gekocht, nachdem er ja möglicherweise schon mitbekommen hat, dass sie in's Haus eingedrungen ist und oben herumstöbert (denn vor dem Betreten des Hauses, in der Garage, meinte sie ja, im Halbdunkel eine Gestalt gesehen zu haben und hat sich mit ihrem Flashback auch ausreichend laut schreiend und garagentor-polternd bemerkbar gemacht)?
Er wird doch kaum in der Zwischenzeit mehrfach die Treppe zwischen Erd- und Obergeschoss herauf- und heruntergehen?!
Und last but not least ist mir das Buch einfach zu gewollt gewaltvoll. Kinder die gezwungen werden, Tiere zu töten und aufs ekligste zu zerlegen, dabei misshandelt und gequält werden, Gefangenschaft, Folter, abgetrennte Gliedmaßen, schmerzende Prothesen, Dauerflashbacks und museumsartig ausgestellte Körperteile. Der in der Beschreibung gewählte Untertitel des Buches gibt treffend Auskunft, worum es geht. Muss man mögen - für mich ist es kein Lesevergnügen.