Ansprechendes Debut, aber ich habe keinen Zugang zur Hauptprotagonistin gefunden.

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piatra Avatar

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Gleich auf den ersten Blick fällt das Cover ins Auge. Das Hackmesser, das den Titel zerteilt und die starke Farbe. Als Kontrast dazu der gelbe Farbschnitt. Ein Hingucker auf jeden Fall. Und er macht deutlich, daß es im Buch nicht zimperlich zugeht. So startet der Prolog gleich sehr heftig und auch der Start des Buches ist nichts für schwache Nerven. Die ehemalige Kommissarin Anka wird mit dem Trauma ihrer Vergangenheit konfrontiert, doch anfangs scheint ihr niemand zu glauben. Es beginnt eine zerreißende Jagd zwischen Wahrheit, Lüge, Einbildung und Alpträumen. Die Kapitel sind kurz und es gibt immer wieder Kapitel mit Rückblicken, die immer mehr von den Geschehnissen früher offenlegen. So lässt sich das Buch auch wegen der flüssigen Schreibweise zügig lesen. Leider kann ich mich nicht so ganz mit der Hauptprotagonistin Anka anfreunden. Sie bleibt für mich nicht greifbar, vieles ist für mich nicht nachvollziehbar und auch die Story ist teilweise etwas verworren. Es werden einige Nebenschauplätze aufgemacht, die aber eher noch mehr Verwirrung bringen. Darunter leidet die Spannung. Für ein Thriller Debut ganz ansprechend, aber kein Buch, dass mich fesselt und das ich nicht mehr aus der Hand legen möchte.