Düsterer Thriller
Mit Blutwild hatte ich mir einen atmosphärischen, spannenden Thriller erhofft und grundsätzlich bringt das Buch dafür gute Voraussetzungen mit. Der Einstieg ist stimmungsvoll, das Setting im Wald erzeugt schnell eine düstere, bedrohliche Atmosphäre und der Schreibstil liest sich angenehm flüssig. Die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man zunächst gut vorankommt, und die Grundidee weckt Neugier.
Leider konnte das Buch dieses Niveau für mich nicht durchgehend halten. Während der Anfang noch Spannung aufbaut, verlor die Geschichte in der zweiten Hälfte deutlich an Fahrt. Der gewünschte Sog, den ein Thriller idealerweise entwickelt, stellte sich für mich zunehmend weniger ein.
Auch die Figuren blieben für mich eher auf Abstand. Die Protagonistin Anka wird zwar als innerlich zerrissene Person mit schwerer Vergangenheit dargestellt, dennoch fiel es mir schwer, eine echte emotionale Verbindung zu ihr aufzubauen. Einige ihrer Handlungen erschienen mir nicht ganz schlüssig, was das Mitfühlen zusätzlich erschwerte. Hier hätte ich mir mehr Tiefe und klarere Beweggründe gewünscht.
Die Gewaltdarstellung ist stellenweise sehr deutlich. Für ein Thriller-Genre ist das nicht ungewöhnlich, für meinen Geschmack wirkte es jedoch teilweise mehr auf Schockeffekte ausgelegt als auf inhaltliche Notwendigkeit.
Unterm Strich ist Blutwild kein Totalausfall: Idee, Setting und Atmosphäre haben definitiv Potenzial. Für mich blieb der Thriller jedoch hinter seinen Möglichkeiten zurück, da Spannung und Figurenentwicklung mich nicht dauerhaft überzeugen konnten. Wer düstere, harte Thriller mag, könnte trotzdem Gefallen daran finden. Für mich reicht es insgesamt für solide, aber eher durchschnittliche Unterhaltung.
Leider konnte das Buch dieses Niveau für mich nicht durchgehend halten. Während der Anfang noch Spannung aufbaut, verlor die Geschichte in der zweiten Hälfte deutlich an Fahrt. Der gewünschte Sog, den ein Thriller idealerweise entwickelt, stellte sich für mich zunehmend weniger ein.
Auch die Figuren blieben für mich eher auf Abstand. Die Protagonistin Anka wird zwar als innerlich zerrissene Person mit schwerer Vergangenheit dargestellt, dennoch fiel es mir schwer, eine echte emotionale Verbindung zu ihr aufzubauen. Einige ihrer Handlungen erschienen mir nicht ganz schlüssig, was das Mitfühlen zusätzlich erschwerte. Hier hätte ich mir mehr Tiefe und klarere Beweggründe gewünscht.
Die Gewaltdarstellung ist stellenweise sehr deutlich. Für ein Thriller-Genre ist das nicht ungewöhnlich, für meinen Geschmack wirkte es jedoch teilweise mehr auf Schockeffekte ausgelegt als auf inhaltliche Notwendigkeit.
Unterm Strich ist Blutwild kein Totalausfall: Idee, Setting und Atmosphäre haben definitiv Potenzial. Für mich blieb der Thriller jedoch hinter seinen Möglichkeiten zurück, da Spannung und Figurenentwicklung mich nicht dauerhaft überzeugen konnten. Wer düstere, harte Thriller mag, könnte trotzdem Gefallen daran finden. Für mich reicht es insgesamt für solide, aber eher durchschnittliche Unterhaltung.