Solider Debütroman

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mycloudy Avatar

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Vor sechs Jahren wurde Anka entführt und gefoltert und entkam ihrem Peiniger nur knapp.
Daraufhin quittiert sie ihren Dient bei der Polizei und versucht sich mit Hilfe ihrer Freundin Izzy ins Leben zurück zu kämpfen.
Eines Tages erreicht Anka eine merkwürdige SMS mit dem Wort“Hilfe“ und GPS Daten,die sie in eine abgelegene Hütte im Wald führt.
Dort angekommen stößt sie auf abgetrennte menschliche Körperteile,die verstörend in Szene gesetzt sind.
Ankas Urängste werden entfesselt,da die Inszenierung die Handschrift ihres Peinigers trägt.
Doch wie kann das sein?Schließlich wurde ihr Entführer gefasst,verurteilt und sitzt seit Jahren im Gefängnis.
Anka ist sich nicht mehr sicher,ob der wahre Täter hinter Gitter sitzt und fängt im Alleingang an zu ermitteln.
Dabei ist sie schon längst im Visier eines Psychopathen,der ein perfides Katz und Maus mit ihr spielt bei dem es kein Entkommen gibt.

Saskia Te Marvelds Debüt ist ein fesselnder brutaler Roman mit einer beklemmenden und unheilvollen Stimmung.
Die Spannung baut sich von Kapitel zu Kapitel konstant auf.Gerade im ersten Drittel des Romans widerfährt der Protagonistin Anka sehr viel,was an manchen Stellen etwas überkonstruiert wirkt.
Für meinen Geschmack hat sich die Jagd etwas in die Länge gezogen,dem Ende wiederum hat man zu wenig Platz eingeräumt.
Nichtsdestotrotz kann die Handlung mit einigen Überraschungen aufwarten,die ich so als Leserin nicht erwartet hätte.
Die brutalen Szenen ziehen sich konsequent durch den Plot und sind definitiv nichts für Zartbesaitete.
Besonders gut hat mir die Ausarbeitung der Hauptfigur Anka gefallen.Ihre Ängste und Sorgen wirken echt und sind intensiv beschrieben.

Fazit: Ein solider Debütroman,der das Genre nicht neu erfindet,jedoch für kurzweilige Unterhaltung sorgt.