Trauma

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
pixibuch Avatar

Von

Ein Thriller, wie er grausamer und boshafter nicht sein kann. Kalt, düster, grauenvoll, unmenschlich und wir schauen ganz tief in die schwarze Seele eines Menschen. Allein schon der Prolog läßt einem das Blut in den Adern gefrieren. Anka hat noch einer sadistischen Entführung, bei dem sie ihren Unterschenkel verlor, den Polizeidienst quittiert und arbeitet nun als Resilienztrainerin. Als sie an einem frühen Morgen eine SMS mit GPS Daten bekommt und das Wort Hilfe, geht sie dieser Nachricht nach und kommt in eine Hütte mitten im Wald, in der verschiedene Leichenteile in Gefäße schwimmen. Sofort denkt sie an die Handschrift ihrer Peinigers, aber dieser sitzt seitdem in Haft. Und von nun an geschehen merkwürdige Dinge. Ihr alter Bär wird ihr vor das Auto geworfen, sie wird in einer Toilette eingesperrt und ihr wird nach dem Leben getrachtet, wodurch sie immer wieder Angstzustände und Flashbacks bekommt. Einziger Trost und Halt ist ihre Freundin Izzy. Und dann schlägt der Entführer abermals zu. Und Anka kann nicht mehr unterscheiden, wer Freund und wer Feind ist. Die Autorin beschreibt diese dunklen und schrecklichen Momente derart realitätsnah, so dass man beim Lesen unwillkürlich zusammenzuckt. Besonders der Rückblick des Entführers auf sein früheres Leben macht das ganze noch authentischer. Die Ausdrucksweise und der Stil sind kurz und prägnant, ganz hervorragende Schreibweise für einen Thriller. Die Kapitel sind kurz gehalten und was mir besonders zusagt, ist die etwas größere Schrift. Von der ersten bis zur letzten Seite wird der Leser in Hochspannung versetzt und die Auflösung dieses Falles läßt uns mehr als nachdenklich zurück, denn kann man sich so in einem Menschen täuschen? Das Cover ist noch besonders hervorzuheben, Ein sehr plastisch wirkendes Beil zerschlägt dIe Buchstaben. Ich hoffe, von der Autorin noch mehr zu hören.