"Misery" von Stephen King trifft auf Märchen der Gebrüder Grimm

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19cici95 Avatar

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Wahnsinn! Endlich mal wieder ein Krimi mit außergewöhnlicher Prämisse!

Die Autorin Katie wird nach einem Barbesuch entführt (Rotkäppchen, ick hör dir trappsen) und in einen Verschlag gesperrt. Dort soll sie für ihren Entführer Geschichten schreiben, die dieser dann in die Tat umsetzt.

Die Namensähnlichkeit unserer Protagonistin Katie mit der Schauspielerin Kathy Bates, die in Stephen Kings "Misery" den Nr. 1-Fan Annie Wilkes gespielt und dafür (verdienterweise) einen Oscar erhalten hat, ist mit Sicherheit kein Zufall, sondern eine geniale Hommage.
Der Schreibstil ist gleichermaßen leicht zu lesen und märchenhaft genug für ein Retelling nach Grimm. Die mehrfache Erwähnung, dass Katie, obwohl sie Autorin ist, in ihrer Situation gerade gar nicht zu entscheiden hat, beschreibt sehr gut, die Zwickmühle in der sie sich befindet.

Bücher von Autorinnen über Autorinnen sind für mich sowieso ein unterschätztes Genre, immerhin sagt man nicht umsonst "Schreib, was du kennst". Dass die Detective, die für diesen Fall zuständig ist, auch noch eine Leseratte ist, hat mich dann vollends von dem Buch überzeugt.
Zudem ist auch das Cover ein Blickfang. Bleibt zu hoffen, dass Alexandra Benedict noch mehr Krimis im Märchenstil auf Lager hat, die dann in einem ähnlich toll gestalteten Cover herausgebracht werden können.