Genrebruch
Inhalt & Handlung:
Die gefeierte Krimiautorin Katie wird entführt und wird in der Abgeschiedenheit festgehalten, mit dem Auftrag eines irren Killers, für ihn frei nach den Gebrüdern Grimm Märchen zu schreiben, die allesamt allerdings einen tödlichen Ausgang haben, sollte sie sich weigern, würde sie selbst sterben. Katie gerät immer mehr in die Zwickmühle, als sie erkennt, dass ihre fiktiven Märchen alsbald in die Tat umgesetzt werden, und sie quasi zur Auftragsmörderin wird. Sie versucht, für den Täter unbemerkt, in ihren Geschichten Hinweise an die Polizei einzubauen, um diesen das Handwerk zu legen.
Detective Inspector Lyla Rondell wird mit der Mordserie betraut, da auch der Mörder an sie direkte Hinweise am zu den Taten hinterlässt. Sie erkennt einen Zusammenhang zum Verschwinden ihrer besten Freundin, die im Teenageralter unter mysteriösen Umständen verschwunden war.
Schreibstil:
Der Krimi beginnt sehr spannend, das Setting ist düster. Man wird gleich mitten ins Geschehen geworfen. Doch nach und nach fließen ab der Mitte des Buches immer mehr mystische und übernatürliche Elemente ein, und das Buch entfernt sich immer mehr vom eigentlichen Genre und wird in zunehmendem Maße verworrener.
Charaktere:
Man erfährt zwar recht viel über die Opfer, die einzelnen Opfer erscheinen trotzdem recht farblos, sodass man zu keiner Figur eine echte Bindung aufbaut. Ihre Hauptaufgabe scheint es, Opfer zu sein, hierbei erscheinen sie jedoch ziemlich austauschbar zu sein. Am ehesten konnte ich mich mit der ermittelnden Inspektorin Lyla anfreunden, die immer mehr begreift, wie manipuliert bzw konstruiert ihr eigenes Leben ist.
Cover:
Pluspunkt ist für mich sicherlich das Erscheinungsbild des Covers, es wirkt auf den ersten Blick wie ein Märchenbuch, auf den zweiten Blick erkennt man jedoch den Blutstropfen, welcher entlang der Buchstaben des Titels herunterrinnt und über den wahren Inhalt des Buches Aufschluss gibt.
Meinung/persönliche Kritik:
„Böser, böser Wolf“ von Alexandra Benedict hätte eigentlich alles, was ein guter Thriller braucht: ein düsteres Setting, eine Prise Märchenmystik und eine Hauptfigur mit Vergangenheit. Doch leider gelingt es dem Roman nur bedingt, diese Zutaten zu einem stimmigen Ganzen zu verbinden.
Die Grundidee – eine Mordserie, die an Kinderreime erinnert – klingt spannend, verliert aber schnell an Reiz, weil die Handlung zu sehr auf Schockeffekte statt auf Spannung setzt. Viele Wendungen wirken konstruiert, als hätte die Autorin unbedingt überraschen wollen, anstatt der Geschichte ihren natürlichen Lauf zu lassen. Die Figuren bleiben dabei erstaunlich blass; man versteht selten, warum sie handeln, wie sie handeln. Dadurch fällt es schwer, wirklich mitzufiebern.
Auch der Stil – oft sehr bemüht dramatisch und mit gelegentlich unpassenden Metaphern – trägt nicht unbedingt zur Atmosphäre bei. Was als beklemmendes Psychospiel hätte funktionieren können, wird so eher zu einer überladenen Mischung aus Mystery und Slasher.
Fazit:
Unterm Strich ist "Böser, böser Wolf" solide Unterhaltung für ein Wochenende, aber kein Roman, der lange nachhallt. Wer psychologische Tiefe oder feine Spannung sucht, wird hier eher enttäuscht.
Die gefeierte Krimiautorin Katie wird entführt und wird in der Abgeschiedenheit festgehalten, mit dem Auftrag eines irren Killers, für ihn frei nach den Gebrüdern Grimm Märchen zu schreiben, die allesamt allerdings einen tödlichen Ausgang haben, sollte sie sich weigern, würde sie selbst sterben. Katie gerät immer mehr in die Zwickmühle, als sie erkennt, dass ihre fiktiven Märchen alsbald in die Tat umgesetzt werden, und sie quasi zur Auftragsmörderin wird. Sie versucht, für den Täter unbemerkt, in ihren Geschichten Hinweise an die Polizei einzubauen, um diesen das Handwerk zu legen.
Detective Inspector Lyla Rondell wird mit der Mordserie betraut, da auch der Mörder an sie direkte Hinweise am zu den Taten hinterlässt. Sie erkennt einen Zusammenhang zum Verschwinden ihrer besten Freundin, die im Teenageralter unter mysteriösen Umständen verschwunden war.
Schreibstil:
Der Krimi beginnt sehr spannend, das Setting ist düster. Man wird gleich mitten ins Geschehen geworfen. Doch nach und nach fließen ab der Mitte des Buches immer mehr mystische und übernatürliche Elemente ein, und das Buch entfernt sich immer mehr vom eigentlichen Genre und wird in zunehmendem Maße verworrener.
Charaktere:
Man erfährt zwar recht viel über die Opfer, die einzelnen Opfer erscheinen trotzdem recht farblos, sodass man zu keiner Figur eine echte Bindung aufbaut. Ihre Hauptaufgabe scheint es, Opfer zu sein, hierbei erscheinen sie jedoch ziemlich austauschbar zu sein. Am ehesten konnte ich mich mit der ermittelnden Inspektorin Lyla anfreunden, die immer mehr begreift, wie manipuliert bzw konstruiert ihr eigenes Leben ist.
Cover:
Pluspunkt ist für mich sicherlich das Erscheinungsbild des Covers, es wirkt auf den ersten Blick wie ein Märchenbuch, auf den zweiten Blick erkennt man jedoch den Blutstropfen, welcher entlang der Buchstaben des Titels herunterrinnt und über den wahren Inhalt des Buches Aufschluss gibt.
Meinung/persönliche Kritik:
„Böser, böser Wolf“ von Alexandra Benedict hätte eigentlich alles, was ein guter Thriller braucht: ein düsteres Setting, eine Prise Märchenmystik und eine Hauptfigur mit Vergangenheit. Doch leider gelingt es dem Roman nur bedingt, diese Zutaten zu einem stimmigen Ganzen zu verbinden.
Die Grundidee – eine Mordserie, die an Kinderreime erinnert – klingt spannend, verliert aber schnell an Reiz, weil die Handlung zu sehr auf Schockeffekte statt auf Spannung setzt. Viele Wendungen wirken konstruiert, als hätte die Autorin unbedingt überraschen wollen, anstatt der Geschichte ihren natürlichen Lauf zu lassen. Die Figuren bleiben dabei erstaunlich blass; man versteht selten, warum sie handeln, wie sie handeln. Dadurch fällt es schwer, wirklich mitzufiebern.
Auch der Stil – oft sehr bemüht dramatisch und mit gelegentlich unpassenden Metaphern – trägt nicht unbedingt zur Atmosphäre bei. Was als beklemmendes Psychospiel hätte funktionieren können, wird so eher zu einer überladenen Mischung aus Mystery und Slasher.
Fazit:
Unterm Strich ist "Böser, böser Wolf" solide Unterhaltung für ein Wochenende, aber kein Roman, der lange nachhallt. Wer psychologische Tiefe oder feine Spannung sucht, wird hier eher enttäuscht.