Leider gar nicht mein Fall

Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern Leerer Stern
cazymonkey Avatar

Von

Märchen habe ich als Kind absolut geliebt und als Jungerwachsene bin ich totaler Thriller Fan geworden, daher hat mich das Buch sofort interessiert! Zudem fand ich das Cover mit der rot und schwarzen Farbwahl sehr ansprechend und gut gewählt für das Genre.
Das scheint es für mich aber dann leider an lobenswerten Dingen auch schon wieder gewesen zu sein, da mich ewig kein Roman so verwirrte und irgendwie sogar zornig machte...
Der "Thriller", der in meinen Augen keiner ist, liest sich wie ein absurder, bizarrer Fiebertraum. Das Konzept der Autorin Alexandra Benedict kann ich erkennen, aber die Umsetzung ist leider nicht geglückt. Die zunächst noch nachvollziehbare Handlung um die Polizistin Lyla Rondell, die versucht von Märchen inspirierte Morde, wobei mir eigentlich bereits hier richtige Parallelen fehlen, aufzuklären. Je weiter jedoch die "Ermittlungen" fortschreiten, desto unrealistischer, konstruierter wird die Erzählung und driftet in Fantasie ab, mit der ich beim Lesen des Klappentexts so einfach nicht gerechnet habe. Da ich viel Potential in den Märchenmorden und einer spannenden TäterInnensuche erwartet hatte, wurde ich zunehmend enttäuschter. Sollte man also eine spannende Mordserie und sympathische Detectives vor Augen haben, ist man hier definitiv an der falschen Stelle.

Fazit: Die Hauptprotagonistin sagt irgendwann gegen Ende des Buchs, dass sie die Zusammenhänge nicht versteht und dieses Gefühl kann ich stark nachvollziehen, denn die kann ich hier in dieser abstrusen Geschichte auch nicht erkennen und daher hier leider keine Leseempfehlung meinerseits.