Originelles Konzept, aber verschenktes Potenzial
Die Idee, der Klappentext und auch das Cover zu Böser, böser Wolf klang für mich zunächst vielversprechend: ein Serienkiller, der seine Morde an Grimms Märchen anlehnt, dazu eine entführte Autorin, die gezwungen wird, neue tödliche Geschichten zu schreiben. Leider blieb es für mich nur bei einer guten Idee, die in der Umsetzung hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt.
Der Einstieg ist noch recht gelungen, doch schon bald verlor mich die Handlung. Die Ermittlungen wirken oft schematisch, die Figuren bleiben erstaunlich blass und emotional auf Distanz. Gerade bei einem so düsteren Stoff hätte ich mir mehr psychologische Tiefe und stärkere innere Konflikte gewünscht. Stattdessen blieb vieles an der Oberfläche.
Enttäuschend fand ich den Umgang mit dem eigentlich spannendsten Element der Handlung, nämlich die entführte Autorin. Ihr kreativer Zwang und das Spiel mit Geschichten und Realität hätten enormes Potenzial gehabt, werden aber nur angerissen. Stattdessen verliert sich der Roman in wiederholenden Ermittlungsabläufen, die kaum neue Impulse setzen.
Auch der Märchenaspekt konnte mich nicht wirklich überzeugen. Die Anspielungen wirken eher wie ein aufgesetztes Stilmittel als wie ein aktiver Bestandteil der Story. Spannung kam bei mir nur zeitweise auf und gegen Ende las ich mehr aus Pflichtgefühl als aus echtem Interesse weiter.
Unterm Strich ist Böser, böser Wolf für mich ein Thriller mit starkem Konzept, aber schwacher Ausführung. Wer eine wirklich packende, psychologisch dichte Geschichte erwartet, dürfte enttäuscht sein. Für mich reicht es daher nur für drei Sterne.
Der Einstieg ist noch recht gelungen, doch schon bald verlor mich die Handlung. Die Ermittlungen wirken oft schematisch, die Figuren bleiben erstaunlich blass und emotional auf Distanz. Gerade bei einem so düsteren Stoff hätte ich mir mehr psychologische Tiefe und stärkere innere Konflikte gewünscht. Stattdessen blieb vieles an der Oberfläche.
Enttäuschend fand ich den Umgang mit dem eigentlich spannendsten Element der Handlung, nämlich die entführte Autorin. Ihr kreativer Zwang und das Spiel mit Geschichten und Realität hätten enormes Potenzial gehabt, werden aber nur angerissen. Stattdessen verliert sich der Roman in wiederholenden Ermittlungsabläufen, die kaum neue Impulse setzen.
Auch der Märchenaspekt konnte mich nicht wirklich überzeugen. Die Anspielungen wirken eher wie ein aufgesetztes Stilmittel als wie ein aktiver Bestandteil der Story. Spannung kam bei mir nur zeitweise auf und gegen Ende las ich mehr aus Pflichtgefühl als aus echtem Interesse weiter.
Unterm Strich ist Böser, böser Wolf für mich ein Thriller mit starkem Konzept, aber schwacher Ausführung. Wer eine wirklich packende, psychologisch dichte Geschichte erwartet, dürfte enttäuscht sein. Für mich reicht es daher nur für drei Sterne.