Starker Beginn - enttäuschendes Ende
Die Leseprobe von 'Böser, böser Wolf' von Alexandra Benedict hatte mich total fasziniert und ich habe mich sehr auf das Buch gefreut.
Das Cover ist sehr ansprechend: schwarz mit roter Schrift und Dornenranken an den Seiten, beides reliefartig hervorgehoben. Dazu ein Bild von Rotkäppchen, das in den Wald läuft.
Die Geschichte beginnt gleich auf drei Ebenen.
Einmal ist da die Autorin, die entführt wird und für ihren Entführer Märchen schreiben muss. In den Märchen müssen Menschen sterben und mit dem erfolgreichen Schreiben kann die Autorin ihren eigenen Tod verhindern.
Dann gibt es die Ebene der Märchen und deren Umsetzung durch den Entführer.
Und schlussendlich die Ebene der Ermittler, die die Morde aufklären. Zentral ist dabei die Protagonisten Lyla, die diese Ermittlung leitet und die persönlich in die Mordserie hineingezogen wird durch Hinweise auf ihre beste Freundin Allison, die vor vielen Jahren verschwand. Auch damals gab es Hinweise auf die Märchenthematik.
Der Aufbau gefällt mir, die Kapitel sind teilweise erfrischend kurz, die Ebenen springen zwar oft hin und her und manchmal muss man aufpassen, den Faden nicht zu verlieren. Zum Beispiel wenn bereits ein neues Märchen geschrieben wurde, die Ermittlerebene aber noch bei der vorhergehenden Tat beschäftigt ist. Aber es liest sich trotzdem flüssig, die Märchenebene ist durch eine andere Schriftart gut abgehoben.
Bereits in der Leseprobe fand ich die Idee genial. Eine Autorin muss schreiben, um ihr Leben zu retten, ein Mörder setzt die Geschichten in die Realität um und eine Ermittlerin kämpft mit der Aufklärung der Fälle und gleichzeitig mit ihren eigenen Dämonen der Vergangenheit. Die Autorin bemüht sich dabei, in ihre Märchen dezente Hinweise einzustreuen, die den ermittelnden Personen helfen sollen, den Mörder zu finden und sie damit zu befreien.
Das Buch ist in drei Teile unterteilt. Der erste Teil umfasst die ersten 200 Seiten und ist richtig gut geschrieben. Es ist spannend, die Charaktere sind interessant und vielschichtig beschrieben, die Idee und Umsetzung ist packend. Ein guter Thriller, den ich verschlungen habe.
Aber leider lässt für mich das Buch ab Teil 2 massiv nach. Es gleitet ab in Fantasy (was ich bei der Genre-Bezeichnung Thriller nicht erwarte) und wird für mein Empfinden zunehmend wirr. Immer mehr absurde Schnipsel werden eingestreut, zunehmend wird unklar, was real und was nur im Kopf der eingesperrten Autorin existiert, was sie in Existenz schreibt und denkt und was wirkliche Figuren sind.
Mich hat Alexandra Benedict irgendwo auf dem Weg verloren. Ich habe das Buch zwar fertig gelesen, aber nicht mehr mit dem Genuss der ersten 200 Seiten.
Schade, denn die Idee ist, wie gesagt, ziemlich genial! Es wäre möglich gewesen, da mehr draus zu machen. So lässt es mich etwas enttäuscht und ratlos zurück.
Drei Sterne gibt es für die Idee und den ersten Teil des Buches, der großen Spaß gemacht hat. Zweieinhalb wären aber passender gewesen.
Das Cover ist sehr ansprechend: schwarz mit roter Schrift und Dornenranken an den Seiten, beides reliefartig hervorgehoben. Dazu ein Bild von Rotkäppchen, das in den Wald läuft.
Die Geschichte beginnt gleich auf drei Ebenen.
Einmal ist da die Autorin, die entführt wird und für ihren Entführer Märchen schreiben muss. In den Märchen müssen Menschen sterben und mit dem erfolgreichen Schreiben kann die Autorin ihren eigenen Tod verhindern.
Dann gibt es die Ebene der Märchen und deren Umsetzung durch den Entführer.
Und schlussendlich die Ebene der Ermittler, die die Morde aufklären. Zentral ist dabei die Protagonisten Lyla, die diese Ermittlung leitet und die persönlich in die Mordserie hineingezogen wird durch Hinweise auf ihre beste Freundin Allison, die vor vielen Jahren verschwand. Auch damals gab es Hinweise auf die Märchenthematik.
Der Aufbau gefällt mir, die Kapitel sind teilweise erfrischend kurz, die Ebenen springen zwar oft hin und her und manchmal muss man aufpassen, den Faden nicht zu verlieren. Zum Beispiel wenn bereits ein neues Märchen geschrieben wurde, die Ermittlerebene aber noch bei der vorhergehenden Tat beschäftigt ist. Aber es liest sich trotzdem flüssig, die Märchenebene ist durch eine andere Schriftart gut abgehoben.
Bereits in der Leseprobe fand ich die Idee genial. Eine Autorin muss schreiben, um ihr Leben zu retten, ein Mörder setzt die Geschichten in die Realität um und eine Ermittlerin kämpft mit der Aufklärung der Fälle und gleichzeitig mit ihren eigenen Dämonen der Vergangenheit. Die Autorin bemüht sich dabei, in ihre Märchen dezente Hinweise einzustreuen, die den ermittelnden Personen helfen sollen, den Mörder zu finden und sie damit zu befreien.
Das Buch ist in drei Teile unterteilt. Der erste Teil umfasst die ersten 200 Seiten und ist richtig gut geschrieben. Es ist spannend, die Charaktere sind interessant und vielschichtig beschrieben, die Idee und Umsetzung ist packend. Ein guter Thriller, den ich verschlungen habe.
Aber leider lässt für mich das Buch ab Teil 2 massiv nach. Es gleitet ab in Fantasy (was ich bei der Genre-Bezeichnung Thriller nicht erwarte) und wird für mein Empfinden zunehmend wirr. Immer mehr absurde Schnipsel werden eingestreut, zunehmend wird unklar, was real und was nur im Kopf der eingesperrten Autorin existiert, was sie in Existenz schreibt und denkt und was wirkliche Figuren sind.
Mich hat Alexandra Benedict irgendwo auf dem Weg verloren. Ich habe das Buch zwar fertig gelesen, aber nicht mehr mit dem Genuss der ersten 200 Seiten.
Schade, denn die Idee ist, wie gesagt, ziemlich genial! Es wäre möglich gewesen, da mehr draus zu machen. So lässt es mich etwas enttäuscht und ratlos zurück.
Drei Sterne gibt es für die Idee und den ersten Teil des Buches, der großen Spaß gemacht hat. Zweieinhalb wären aber passender gewesen.