Verwirrend und leider nicht so wie man es erwartet hätte

Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern Leerer Stern
maggie-maus Avatar

Von

Der Aufhänger der Geschichte ist nicht schlecht: Eine Autorin wird entführt und soll Märchen mit einem tödlichen Ende verfassen, die der Entführer dann so in die Tat umsetzt. Im ersten Teil des Buches wird dann auch alles so, wie man es erwartet, erzählt. Das hadern der Autorin, Geschichten zu schreiben und somit andere Menschen zum Tode zu verurteilen - dass man dann innerhalb des Buches auch immer noch verschiedene kurze Märchen der Autorin lesen kann, verleiht dem Buch auch einen gewissen Charme. Dann das Ermitteln der Polizei, um die Morde aufzuklären - hier geht es dann aber schon los: Ein Tatort mit Leiche und nein, es gibt keine Spurensicherung? Gut, zugegeben, durchaus möglich, dass so etwas vorkommt, doch meines Erachtens nicht glaubwürdig. Ab dem zweiten Teil des Buches wird es dann leider richtig enttäuschend, da hier eine metafiktionale Erzählung der Geschichte beginnt. Man hofft irgendwie zum Schluss würde sich die Geschichte noch aufklären, logischer und verständlicher werden, doch das Ende ist dann umso enttäuschender, da die Geschichte auf der Meta-Ebene bleibt. Zugegeben: Künstlerische Freiheit ist jedem gestattet, doch einen ersten Teil der Geschichte, fast die Hälfte des Buches (!) verfolgt man die Geschichte und wird dann so banal in eine Meta-Ebene geschickt, die - zumindest für mich - keine Sinn ergibt. Außerdem überschlagen sich zum Schluss die Ereignisse, man hat ein wenig das Gefühl, die Autorin des Buches möchte schnell zum Ende kommen. Zwei Sterne gebe ich für die Idee und den ersten Teil des Buches.