Eine nette Geschichte über die Liebe, etwas Witz und einigen Checklisten.
Eine Buch-Romanze
Eine nette Geschichte über die Liebe, etwas Witz und einigen Checklisten.
Das Cover über Buchliebhaber passt. Die Sitzposition der beiden Hauptfiguren lässt eine gewisse Unstimmigkeit vermuten. Die Farbgebung harmoniert ebenso mit dem Romaninhalt. Die Einleitung zu jedem Kapitel erfolgt über ein verschieden gestaltetes Buch-Symbol – gefällt.
Das sommerliche Urlaubsambiente in der idyllischen, vorgestrigen Kleinstadt Sunshine Falls, dem Schauplatz von Libbys Lieblingsroman, mit dem verstaubten Buchladen Goode Books und originellen Lokalitäten und authentischen Nebenfiguren ist perfekt, steht es doch in krassem Gegensatz zur ewig pulsierenden Großstadt New York, Lieblingsort und Arbeitsstätte der beiden Hauptfiguren. Die zwischen der Literaturagentin Nora Stephens, 32, Ich-Erzählerin, und dem zunächst arroganten und unnahbaren Lektor Charlie Lastra anfangs beschriebenen Enemies to Lovers-Szenen tangieren nur sehr kurz ihre gegenteilige Meinung über ein Buch der Klientin Dusty. Deren Schlagabtausch in witzigen, kreativen Dialogen und einige Anspielungen auf Bücher sind gelungen. Strebt Charlie nach Ehrlichkeit, Small Talk vermeidend, unterliegt die ehrgeizige Nora dem Hang zu Angst erfüllter Kontrolle, zu Listenerstellung und zu stählernem Auftreten. Auch ihrer traumatischen Vergangenheit durch den Tot der Mutter und ihrer großen Verantwortung für die jüngere Schwester Libby entkommt sie nicht – alles einfühlsam beschrieben.
Libbys „Reise“ mit Nora an den Schauplatz eines Buches, dessen Autorin Nora als Agentin betreute, bildet quasi einen zweiten Erzählstrang, verflochten in der Liebesgeschichte mit Charlie. Neben Nora, einem Großstadt-Workaholic mit starkem Beschützerinstinkt, wirkt die erneut schwangere Libby leichter, freier trotz Geld- und Platzproblemen in ihrem eigenen Familienglück. Ihre unzertrennliche Schwestern-Beziehung nimmt einen großen Raum ein.
Insgesamt punktet der Roman mit schlagfertigen, realistischen Charakteren und familiären Themen in beschaulichem Ambiente. Weniger überzeugend ist die anfängliche, zu kurze Ablehnung zwischen Nora und Charlie. Die enemy-to-lover Szenen und auch Buchliebe-Inhalte hätten Ausbau gebrauchen können. Neben dem großen Romananteil um die zwei Schwestern kann sich Charlie anteilmäßig nur schwach behaupten – schade! Die Vielzahl an angerissenen Themen wie Romantik, Erotik, Humor, Trauer- und Vergangenheitsbewältigung neben Alltagsproblemen und New-York-Vibes führen hier mitunter zu Oberflächlichkeit und Vorhersehbarkeit. Der Schreibstil ist angenehm und amüsant. 3,5*
Eine nette Geschichte über die Liebe, etwas Witz und einigen Checklisten.
Das Cover über Buchliebhaber passt. Die Sitzposition der beiden Hauptfiguren lässt eine gewisse Unstimmigkeit vermuten. Die Farbgebung harmoniert ebenso mit dem Romaninhalt. Die Einleitung zu jedem Kapitel erfolgt über ein verschieden gestaltetes Buch-Symbol – gefällt.
Das sommerliche Urlaubsambiente in der idyllischen, vorgestrigen Kleinstadt Sunshine Falls, dem Schauplatz von Libbys Lieblingsroman, mit dem verstaubten Buchladen Goode Books und originellen Lokalitäten und authentischen Nebenfiguren ist perfekt, steht es doch in krassem Gegensatz zur ewig pulsierenden Großstadt New York, Lieblingsort und Arbeitsstätte der beiden Hauptfiguren. Die zwischen der Literaturagentin Nora Stephens, 32, Ich-Erzählerin, und dem zunächst arroganten und unnahbaren Lektor Charlie Lastra anfangs beschriebenen Enemies to Lovers-Szenen tangieren nur sehr kurz ihre gegenteilige Meinung über ein Buch der Klientin Dusty. Deren Schlagabtausch in witzigen, kreativen Dialogen und einige Anspielungen auf Bücher sind gelungen. Strebt Charlie nach Ehrlichkeit, Small Talk vermeidend, unterliegt die ehrgeizige Nora dem Hang zu Angst erfüllter Kontrolle, zu Listenerstellung und zu stählernem Auftreten. Auch ihrer traumatischen Vergangenheit durch den Tot der Mutter und ihrer großen Verantwortung für die jüngere Schwester Libby entkommt sie nicht – alles einfühlsam beschrieben.
Libbys „Reise“ mit Nora an den Schauplatz eines Buches, dessen Autorin Nora als Agentin betreute, bildet quasi einen zweiten Erzählstrang, verflochten in der Liebesgeschichte mit Charlie. Neben Nora, einem Großstadt-Workaholic mit starkem Beschützerinstinkt, wirkt die erneut schwangere Libby leichter, freier trotz Geld- und Platzproblemen in ihrem eigenen Familienglück. Ihre unzertrennliche Schwestern-Beziehung nimmt einen großen Raum ein.
Insgesamt punktet der Roman mit schlagfertigen, realistischen Charakteren und familiären Themen in beschaulichem Ambiente. Weniger überzeugend ist die anfängliche, zu kurze Ablehnung zwischen Nora und Charlie. Die enemy-to-lover Szenen und auch Buchliebe-Inhalte hätten Ausbau gebrauchen können. Neben dem großen Romananteil um die zwei Schwestern kann sich Charlie anteilmäßig nur schwach behaupten – schade! Die Vielzahl an angerissenen Themen wie Romantik, Erotik, Humor, Trauer- und Vergangenheitsbewältigung neben Alltagsproblemen und New-York-Vibes führen hier mitunter zu Oberflächlichkeit und Vorhersehbarkeit. Der Schreibstil ist angenehm und amüsant. 3,5*