Atmosphärisch und außergewöhnlich - mit absoluter Sogwirkung!
Die Speerfischerin Tavi schlägt sich als Strandgut-Händlerin so durch. Als Verrätertochter wird sie gemieden und muss ohne ihre Eltern, die als Sklaven in die Salzminen verbannt wurden, leben. Der Salzorden, der die Bevölkerung von Eredunya unterdrückt, hat Tavi stets im Auge. Schließlich haben ihre Eltern Schuppenköpfen geholfen. Eine tiefe Kluft herrscht zwischen Menschen und dem Meeresvolk und die Gründe hierfür sind über die Jahre - über die Götterstürme - in Legenden und Erzählungen verzerrt worden.
Nach einem Sturm findet Tavi in einer Höhle ein Seeglas, was sich als schicksalhafter Moment entpuppen wird. Von nun an ist Tavi nicht nur durch ein Mal an ihrem Arm gezeichnet, sie verfügt zusätzlich über Kräfte, die sie nicht kontrollieren kann. Jeder weiß, dass Sachen, die das Meer anspült, Unheil anrichten. Doch das Relikt aus vergangenen Zeiten zieht Tavi in seinen Bann. Bald schon geschieht etwas Schreckliches als sich die Macht des Artefakts Bahn bricht und Tavi zur Flucht zwingt. Fortan ist ihr Schicksal eng mit dem von Eero verknüpft. Er ist ein Nachfahre der gefürchteten Mer, von denen Tavi von klein auf Schauergeschichten gehört hat. Er ist ebenso misstrauisch, dass er ausgerechnet an einen Menschen gebunden sein soll. Schließlich richten diese seinesgleichen vor aller Augen brutal hin, sollten sie einen in die Finger bekommen.
Es ist schwierig, den Inhalt des Werkes widerzugeben, ohne ins Schwärmen und zugleich Spoilern zu kommen.
Der Reihenauftakt hat mich bereits nach wenigen Sätzen in seinen Bann gezogen. Der Schreibstil passt wunderbar zu der düsteren Stimmung und dem rauen wie maritimen Setting. Dabei war es für mich immer genau die richtige Balance aus Detailverliebtheit, Beschreibungen und Vorankommen in der Geschichte. Ich hatte beim Lesen nie das Gefühl, auf der Stelle zu treten. Stattdessen habe ich die Seiten verschlungen und konnte voll und ganz ins bedrohliche und gleichermaßen faszinierende Sturmmahr abtauchen. Das Worldbuilding ist der Autorin großartig gelungen. Mir sind - anders als bei vielen Reihenauftakten, die ich in letzter Zeit gelesen habe - keine Logikfehler aufgefallen. Die Erzählung war rund und unfassbar spannend. Wendungen und Täuschungen wirken nicht erzwungen, sondern passen einfach. Die Geschichte, Götter, Stürme, Sturmlenker, Sturmatem, Sturmmale und all die vielen weiteren Elemente waren so gekonnt miteinander verwoben, dass ich den nächsten Band kaum erwarten kann. Das Glossar zu Beginn des Buches hat mir zudem sehr dabei geholfen, schon vorm Lesen in die Welt des Sturmmahrs abzutauchen. Auch die für die Geschichte wichtigen Begriffe hat man dann schon mal gelesen und kann sie besser einordnen. Auch die Karte, der Farbschnitt sowie die einleitenden Worte setzen bereits die Stimmung gekonnt. Das Worldbuilding ist einfach grandios und mir hat es unfassbar viel Spaß gemacht, in diese komplexe Welt abzutauchen.
Darüber hinaus finde ich es sehr angenehm, dass mit diesem Buch nicht einfach irgendeine Trope bedient werden will. Die Erzählung ist so wunderschön vielschichtig und in ihr klingen so viele Themen an - ohne, dass es sich anfühlt, als würden einfach Themen abgehakt werden, die potentiell die Verkaufszahlen steigern könnten. Zu keinem Zeitpunkt habe ich das Buch als krampfig wahrgenommen. Was mir außerdem sehr gut gefallen hat, ist, dass einige Kapitel beim ersten Lesen zwar schon Sinn ergeben und spannend sind, jedoch im weiteren Verlauf eine viel größere Bedeutung erhalten, weil man den Kontext erkennt oder etwas über die Figuren erfährt. Ich habe die entsprechenden Szenen dann nochmal gelesen und war ganz angetan davon, wie gut die Autorin das Ganze umgesetzt hat und wie perfekt alles zusammenpasst.
Auch die Figuren sind mir unheimlich ans Herz gewachsen. Obwohl ich Tavi ganz selten hätte schütteln können, ist ihr Verhalten stimmig und für mich war es eine absolut willkommene Abwechslung, dass eine starke Protagonistin eine solche bleibt und nicht durch das Auftauchen einer männlichen Figur zum grenzdebilen Sidekick verkommt. Aber auch die Figuren um Tavi herum entwickeln sich im Verlauf der Geschichte und werden auf die ein oder andere Art gezeichnet. Hier ergeben sich spannende Dynamiken, auf deren Weiterentwicklung in den beiden Folgebänden ich schon mächtig gespannt bin.
Insgesamt konnte mich "Born of Salt and Storm" voll und ganz überzeugen und ich bin enttäuscht, dass ich bis Oktober auf den zweiten Teil warten muss. Am liebsten hätte ich direkt weitergelesen, wie es weitergeht. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und volle 5 Sterne!
Nach einem Sturm findet Tavi in einer Höhle ein Seeglas, was sich als schicksalhafter Moment entpuppen wird. Von nun an ist Tavi nicht nur durch ein Mal an ihrem Arm gezeichnet, sie verfügt zusätzlich über Kräfte, die sie nicht kontrollieren kann. Jeder weiß, dass Sachen, die das Meer anspült, Unheil anrichten. Doch das Relikt aus vergangenen Zeiten zieht Tavi in seinen Bann. Bald schon geschieht etwas Schreckliches als sich die Macht des Artefakts Bahn bricht und Tavi zur Flucht zwingt. Fortan ist ihr Schicksal eng mit dem von Eero verknüpft. Er ist ein Nachfahre der gefürchteten Mer, von denen Tavi von klein auf Schauergeschichten gehört hat. Er ist ebenso misstrauisch, dass er ausgerechnet an einen Menschen gebunden sein soll. Schließlich richten diese seinesgleichen vor aller Augen brutal hin, sollten sie einen in die Finger bekommen.
Es ist schwierig, den Inhalt des Werkes widerzugeben, ohne ins Schwärmen und zugleich Spoilern zu kommen.
Der Reihenauftakt hat mich bereits nach wenigen Sätzen in seinen Bann gezogen. Der Schreibstil passt wunderbar zu der düsteren Stimmung und dem rauen wie maritimen Setting. Dabei war es für mich immer genau die richtige Balance aus Detailverliebtheit, Beschreibungen und Vorankommen in der Geschichte. Ich hatte beim Lesen nie das Gefühl, auf der Stelle zu treten. Stattdessen habe ich die Seiten verschlungen und konnte voll und ganz ins bedrohliche und gleichermaßen faszinierende Sturmmahr abtauchen. Das Worldbuilding ist der Autorin großartig gelungen. Mir sind - anders als bei vielen Reihenauftakten, die ich in letzter Zeit gelesen habe - keine Logikfehler aufgefallen. Die Erzählung war rund und unfassbar spannend. Wendungen und Täuschungen wirken nicht erzwungen, sondern passen einfach. Die Geschichte, Götter, Stürme, Sturmlenker, Sturmatem, Sturmmale und all die vielen weiteren Elemente waren so gekonnt miteinander verwoben, dass ich den nächsten Band kaum erwarten kann. Das Glossar zu Beginn des Buches hat mir zudem sehr dabei geholfen, schon vorm Lesen in die Welt des Sturmmahrs abzutauchen. Auch die für die Geschichte wichtigen Begriffe hat man dann schon mal gelesen und kann sie besser einordnen. Auch die Karte, der Farbschnitt sowie die einleitenden Worte setzen bereits die Stimmung gekonnt. Das Worldbuilding ist einfach grandios und mir hat es unfassbar viel Spaß gemacht, in diese komplexe Welt abzutauchen.
Darüber hinaus finde ich es sehr angenehm, dass mit diesem Buch nicht einfach irgendeine Trope bedient werden will. Die Erzählung ist so wunderschön vielschichtig und in ihr klingen so viele Themen an - ohne, dass es sich anfühlt, als würden einfach Themen abgehakt werden, die potentiell die Verkaufszahlen steigern könnten. Zu keinem Zeitpunkt habe ich das Buch als krampfig wahrgenommen. Was mir außerdem sehr gut gefallen hat, ist, dass einige Kapitel beim ersten Lesen zwar schon Sinn ergeben und spannend sind, jedoch im weiteren Verlauf eine viel größere Bedeutung erhalten, weil man den Kontext erkennt oder etwas über die Figuren erfährt. Ich habe die entsprechenden Szenen dann nochmal gelesen und war ganz angetan davon, wie gut die Autorin das Ganze umgesetzt hat und wie perfekt alles zusammenpasst.
Auch die Figuren sind mir unheimlich ans Herz gewachsen. Obwohl ich Tavi ganz selten hätte schütteln können, ist ihr Verhalten stimmig und für mich war es eine absolut willkommene Abwechslung, dass eine starke Protagonistin eine solche bleibt und nicht durch das Auftauchen einer männlichen Figur zum grenzdebilen Sidekick verkommt. Aber auch die Figuren um Tavi herum entwickeln sich im Verlauf der Geschichte und werden auf die ein oder andere Art gezeichnet. Hier ergeben sich spannende Dynamiken, auf deren Weiterentwicklung in den beiden Folgebänden ich schon mächtig gespannt bin.
Insgesamt konnte mich "Born of Salt and Storm" voll und ganz überzeugen und ich bin enttäuscht, dass ich bis Oktober auf den zweiten Teil warten muss. Am liebsten hätte ich direkt weitergelesen, wie es weitergeht. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und volle 5 Sterne!