Blasse Figuren

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lesenistliebe Avatar

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Tavi ist eine Speerfischerin, die ein magisches Objekt findet und es verbotener Weise einsteckt. Dabei entfesselt sie blöderweise einen Fluch.
Ich habe mich schnell in Tavis Leben wiedergefunden, was nicht zuletzt dem anspruchsvollen Schreibstil zu verdanken ist. Mit Tavi bin ich allerdings nur bedingt warm geworden, da sie auf mich einen zu sprunghaften Eindruck machte. Sie wirkte unreif.
Eeros, die männliche Hauptfigur blieb für mich sehr blass. Ich hätte gerne mehr über ihn erfahren. So konnte ich auch die sich entwickelnde Liebesgeschichte nicht nachvollziehen, beziehungsweise sie ließ mich kalt.
Ich empfehle, sich nur mit hoher Konzentration in die Geschichte fallen zu lassen. So ist es auch hilfreich, immer mal wieder einen Blick auf die Karte zu Beginn des Buches zu werfen, da man im Laufe der Geschichte viele Orte sieht. Hierbei wird es auch politisch und brutal. Zwischen explosiven Szenen zog es sich leider in die Länge.
Positiv hervorheben möchte ich insbesondere die Momente, wo die beiden auf Menschen außerhalb ihrer Bubble treffen. So hat es mir besondere Lesemomente geschaffen, als sie den Wellengeborenen begegnet sind.
Die Geschichte hat ihre guten Momente, allerdings muss man über die ausbaufähigen Figuren hinwegsehen können. Dem zweiten Teil werde ich wohl noch eine Chance geben.