Düster, spannend und voller Wendungen – ein Auftakt, der lange im Kopf bleibt

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jasmin96isa Avatar

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Born of Salt and Storm überzeugt schon optisch mit einem wunderschönen Einband und einem passenden Farbschnitt, der direkt Lust aufs Lesen macht.

Inhaltlich startet die Geschichte ohne große Erklärungen mitten im Geschehen. Die Welt und ihre Zusammenhänge erschließen sich erst nach und nach, was das Lesen gleichzeitig spannend, aber auch fordernd macht. Gerade dieses langsame Zusammensetzen der Puzzleteile ist ein zentraler Reiz des Buches.

Die Atmosphäre ist durchgehend eher düster gehalten, was gut zur Geschichte passt. Emotionale Szenen sind dabei ebenso präsent wie eine unterschwellige Spannung, die sich durch das gesamte Buch zieht. Besonders Tavis Gefühle und ihre Entwicklung – vor allem in Bezug auf Eero – sind nachvollziehbar und gut dargestellt.

Die Vielzahl an Figuren sorgt dafür, dass man aufmerksam lesen muss, da nicht immer klar ist, wer auf welcher Seite steht. Es gibt kein eindeutiges Gut oder Böse, was die Geschichte zusätzlich interessant, aber auch teilweise schwer durchschaubar macht.

Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse noch einmal und stellen vieles, was man zu wissen glaubte, auf den Kopf. Das Finale ist überraschend, offen und macht definitiv neugierig auf die Fortsetzung.

Ein spannender, wenn auch stellenweise komplexer Auftakt mit vielen Wendungen und einer Welt, die sich erst nach und nach entfaltet.