Ein alter Fluch, fast vergessen

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sweinzie Avatar

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Das Buch besticht nicht nur durch das stürmische und salzige Meeressetting. In erster Linie fasziniert es aufgrund des atmosphärischen Schreibstils. Man spürt beim Lesen quasi den Wind, schmeckt das Salz in der Luft und riecht das Seegras. Ein spannendes Volk der Mehr, die Schuppenköpfe, der Salzorden und die Freibeuter bringen eine Vielzahl an Charakteren hervor, deren Verstrickung sich nach und nach zeigt. Die Geschichte ist spannen und voller Abenteuer. Oft stellt man sich die Frage, wer ist Feind und wer Freud. In dem Zusammenhang spielt natürlich auch die anbahnende Romantik zwischen Tavi und Eero, dessen Volk seit Kindesbeinen Tavi als Gefahr und Feind bekannt gemacht wurde, eine grosse Rolle. Das Ende bringt schliesslich überraschende Wendungen, Erkenntnisse und Entscheidungen. Mit den letzten Kapiteln schliesst sich der Kreis zum Prolog was mir sehr gut gefallen hat.
Ich war sehr froh über das Glossar, denn es sind zu beginn doch viele Orte und Namen, die man sich merken muss. Da war es hilfreich immer mal wieder nachschlagen zu können, nach einer kleinen Lesepause.
Was mich dagegen etwas gestört hat war, dass zeitlich oder räumlich versetzte Kapitel nicht als solche gekennzeichnet wurden wie beispielsweise. Erinnerungen. Hier hätte ich mir gewünscht, dass es mit der Kapitelübersicht ersichtlich oder der Text kursiv gedruckt wäre.
Alles in allem eine spannende Geschichte, erfrischend anders und interessant gestaltet. Gern mehr davon, ich freue mich auf Band 2