Ein atmosphärisches Wellenspiel mit Orientierungsschwierigkeiten
Es gibt Bücher, bei denen man schon nach den ersten Sätzen spürt: Hier hat jemand eine ganz eigene, besondere Vision erschaffen. Born of Salt and Storm von Sophia Reynard ist ein solcher Fall. Wer genug von klassischen Wald-und-Wiesen-Settings hat, wird hier mit einer nautischen Welt belohnt, die sich erfrischend eigenständig anfühlt. Doch trotz der Liebe zum Detail konnte mich die Geschichte letztlich nicht ganz an Land ziehen.
Lyrik und Meeresrauschen
Der Einstieg gelingt durch einen Prolog, der so metaphorisch und lyrisch geschrieben ist, dass man das Salz förmlich auf der Zunge schmecken kann. Reynards Schreibstil ist dicht und bildgewaltig. Besonders faszinierend ist das System hinter der Welt: Die Idee von Traumsalz und den Phiolen verleiht der Geschichte eine melancholische und tiefgründige Note, die man so selten in der Fantasy findet.
Ein Worldbuilding, das fordert
Das nautische Setting ist das Herzstück des Romans. Es ist rau, stürmisch und wunderbar anders. Allerdings macht es einem die Autorin zu Beginn nicht leicht:
• Informationsflut: Man wird direkt in eine Welt mit einer enormen Dichte an Figuren und neuen Begriffen geworfen.
• Orientierungshilfe: Das Glossar zu Beginn des Buches ist hier kein nettes Gimmick, sondern ein überlebenswichtiger Rettungsring, um den Überblick zwischen all den Fraktionen und Bezeichnungen nicht zu verlieren.
Wenn der Sog ausbleibt
Tavi ist als Protagonistin eigentlich eine spannende Figur, und auch die Dynamik zu Eero, Yard, Rauk und Carno bietet viel Potenzial. Dennoch trat beim Lesen ein Problem auf: Trotz der tollen Welt blieb die emotionale Verbindung aus.
Obwohl ich das Buch aufgrund seiner Einzigartigkeit unbedingt mögen wollte, fühlte sich die Erzählweise manchmal hürdenhaft an. Die vielen Begriffe und die komplexe Struktur sorgten dafür, dass der Lesefluss immer wieder unterbrochen wurde. Statt von der Strömung mitgerissen zu werden, hatte ich das Gefühl, gegen sie anzuschwimmen.
Fazit
Born of Salt and Storm ist ein Werk für Entdecker, die gerne Zeit in das Verstehen einer neuen Welt investieren und sich an gehobener, bildhafter Sprache erfreuen. Das Cover ist wunderschön. Das Worldbuilding ist mutig und innovativ. Wer jedoch eine Geschichte sucht, die einen sofort abholt könnte sich – wie ich – in den weiten Wassern dieses Romans ein wenig verlieren.
Ein ästhetisches Highlight für Nautik-Fans, das mich emotional leider am Ufer stehen ließ.
Lyrik und Meeresrauschen
Der Einstieg gelingt durch einen Prolog, der so metaphorisch und lyrisch geschrieben ist, dass man das Salz förmlich auf der Zunge schmecken kann. Reynards Schreibstil ist dicht und bildgewaltig. Besonders faszinierend ist das System hinter der Welt: Die Idee von Traumsalz und den Phiolen verleiht der Geschichte eine melancholische und tiefgründige Note, die man so selten in der Fantasy findet.
Ein Worldbuilding, das fordert
Das nautische Setting ist das Herzstück des Romans. Es ist rau, stürmisch und wunderbar anders. Allerdings macht es einem die Autorin zu Beginn nicht leicht:
• Informationsflut: Man wird direkt in eine Welt mit einer enormen Dichte an Figuren und neuen Begriffen geworfen.
• Orientierungshilfe: Das Glossar zu Beginn des Buches ist hier kein nettes Gimmick, sondern ein überlebenswichtiger Rettungsring, um den Überblick zwischen all den Fraktionen und Bezeichnungen nicht zu verlieren.
Wenn der Sog ausbleibt
Tavi ist als Protagonistin eigentlich eine spannende Figur, und auch die Dynamik zu Eero, Yard, Rauk und Carno bietet viel Potenzial. Dennoch trat beim Lesen ein Problem auf: Trotz der tollen Welt blieb die emotionale Verbindung aus.
Obwohl ich das Buch aufgrund seiner Einzigartigkeit unbedingt mögen wollte, fühlte sich die Erzählweise manchmal hürdenhaft an. Die vielen Begriffe und die komplexe Struktur sorgten dafür, dass der Lesefluss immer wieder unterbrochen wurde. Statt von der Strömung mitgerissen zu werden, hatte ich das Gefühl, gegen sie anzuschwimmen.
Fazit
Born of Salt and Storm ist ein Werk für Entdecker, die gerne Zeit in das Verstehen einer neuen Welt investieren und sich an gehobener, bildhafter Sprache erfreuen. Das Cover ist wunderschön. Das Worldbuilding ist mutig und innovativ. Wer jedoch eine Geschichte sucht, die einen sofort abholt könnte sich – wie ich – in den weiten Wassern dieses Romans ein wenig verlieren.
Ein ästhetisches Highlight für Nautik-Fans, das mich emotional leider am Ufer stehen ließ.