Entführt in eine spannende raue Welt voller Mythen

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tinkalein Avatar

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Der Auftakt dieser Trilogie führt den Leser in die seit Urzeiten magisch gefährlicheren doch faszinierende Welt des Meeres, des entbehrungsreichen Lebens an dessen Ufern und der damit verbundenen Sagen und Mythen.

Das Reich Eredunya wird vom Salzorden beherrscht und unterjocht. Hier wächst die junge Fischertochter Tavi ohne Eltern als Ausgestoßene der Gesellschaft bei einer Pflegefamilie auf. Ihre Eltern wurden vom Salzorden in eine Salzmine verschleppt, weil sie als Verräter gebranntmarkt wurden. Sie sollen einem jungen Wellengeborenen zur Flucht verholfen haben. Diese als Schuppenkopf beschimpften Nachkommen von Mensch und Mervolk gelten den überlieferten Sagen zufolge als höchst gefährlich.
Als Tavi eines Tages einen seltsamen Stein in der Bucht findet, verändert sich schlagartig ihr ganzes Leben. Sie muss Stück für Stück feststellen, dass die Geschichten und Sagen des Salzordens nicht ganz der Wahrheit entsprechen und sie mit vielen Lügen aufgewachsen ist. Dabei trifft sie auf den jungen Wellengeborenen Eero, der ihr zur Flucht verhilft. Doch schaffen sie es, die gegenseitigen Vorurteile und das Misstrauen zu überwinden?

Mit ihrer sehr bildlichen Sprache entführt Sophia Reynard den Leser in eine eigene Fantasiewelt und gestaltet die verschiedenen Handlungsorte sehr detailliert und anschaulich. Man fiebert mit dem Gefühlschaos der jungen Tavi mit und kann sich auch gut in die Widersprüche des jungen Eero hineinfühlen. Da die einzelnen Orte und Nebenpersonen Stück für Stück eingeführt werden, ist der Spannungsbogen nicht durchweg auf höchstem Niveau, aber doch immer spürbar und gerade zum Ende hin, konnte ich das Buch wirklich nicht mehr aus der Hand legen.
Auch das eher düster gestaltete Cover mit dem Farbschnitt zieht den Leser optisch immer direkt wieder in die Welt von Tavi und Eero.

Ein für mich gelungener Auftakt in eine neue Romantasy-Reihe, die ich auf jeden Fall weiterverfolgen werde.