Bücherliebe trifft Romanze

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Worum geht’s?
Dass ihre Bibliothek nach einem Hurricane in den Botanischen Garten verlegt werden muss, passt Bibliotheksleiterin Tansy so gar nicht. Auch wenn die Umgebung wunderschön und friedlich ist, lässt sie Jack, der angehende Leiter des Gartens immer wieder spüren, dass er weder Tansy, noch ihre Bücher an seinem Arbeitsplatz haben möchte – auch, wenn die Funken zwischen den beiden schon von ihrer ersten Begegnung an förmlich zu sprühen scheinen.


Meine Meinung:
Ich liebe sowohl Bücher, als auch Pflanzen, von daher stand für mich schon bei der Ankündigung des Buches fest, dass es auf jeden Fall auf meine Leseliste wandern wird. Das Setting dieser Geschichte fand ich dabei auch wirklich sehr nett umgesetzt, von den Figuren bin ich aber ehrlicherweise nicht ganz so überzeugt, wie ich es mir vielleicht gewünscht hätte.

Den Schreibstil der Autorin mochte ich wirklich gerne, ich bin insgesamt recht schnell durch die Geschichte gekommen und hatte trotz der ein oder anderen Länge im Text nie das Bedürfnis, das Buch ganz aus der Hand zu legen.

Tansy und Jack waren dann allerdings eine Kombination, die es mir stellenweise ein wenig schwer gemacht haben, mich wirklich für die Geschichte der beiden zu begeistert. Auf dem Papier war insbesondere Tansy eigentlich eine totale Sympathieträgerin, die praktisch im Alleingang Kind und Karriere stemmt und dabei durchsetzungsstark und sehr direkt ist. Jack dagegen macht aus seinem Bedürfnis nach Ruhe und Struktur keinen Hehl, was ich als Charaktereigenschaft eigentlich sehr schätze, hier aber Teil des Problems zwischen den beiden war.

Die Liebesgeschichte an sich hat mir in Hinblick auf Tempo und Entwicklungsschritte sehr gut gefallen, lediglich der Konflikt zwischen den beiden Protagonisten kam mir streckenweise einfach etwas zu verfahren und unnötig aufgebauscht vor. Wenn man sich von Beginn an ruppig und fast schon grob begegnet, trägt das meiner Meinung nach eher nicht zum Aufbau einer liebevollen Beziehung bei, auch wenn diese Art sicherlich irgendwo zum Trope Grumpy x Sunshine dazugehört.

Zu meiner Erleichterung war der Rest der Geschichte in Bezug auf die Beziehung der beiden deutlich mehr nach meinem Geschmack strukturiert, was meinen anfänglichen Eindruck der beiden immerhin nicht verfestigt hat und das Buch insgesamt zu einem wirklich angenehmen Leseerlebnis gemacht hat.


Fazit:
Auch wenn ich die Art von Tansy und Jack nicht von Beginn an besonders mitreißend fand, habe ich ihre Geschichte insgesamt sehr gerne gelesen. Der Schreibstil der Autorin war dabei tatsächlich ein sehr angenehmes Highlight für mich, weshalb ich auch in Zukunft definitiv Ausschau nach neuen Büchern von ihr halten werde.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.