Die zweite Hälfte hat das Buch gerettet
Um Ehrlich zu sein habe ich bis Seite 200 überlegt, das Buch abzubrechen. Am Ende war ich froh, es nicht getan zu haben. Nichts desto trotz gibt es für mich einige Kritikpunkte. Aber fangen wir erstmal mit den positiven Dingen an. Besonders gut gefallen hat mir das Cover. Auch wenn ich es jetzt im tristen, grauen Dezember gelesen habe passt das Buch perfekt in den Frühling. Auch inhaltlich befinden wir uns viel draußen in der Natur (ist ja klar, das Buch spielt ja in einem botanischen Garten), was den floralen und frühlingshaften Vibe des Buches unterstützt. Auch gut gefallen hat mir, dass die Protagonist:innen keine 20 mehr sind. Jack, mit seinen 37 Jahren, ist sogar deutlich älter als die meisten Bookboyfriends. Für mich als 33 Jährige super zu lesen, dass es auch Bücher mit älteren Protagonist:innen gibt. Leider haben sich beide nicht wirklich verhalten wie Ü30. Jack ist aufgrund seiner Vergangenheit irgendwie null in der Lage dazu, nett zu Menschen zu sein, was ihn auf den ersten 200 Seiten leider total unsympathisch machte. Tansy nicht minder. Das Verhalten gegenüber ihrem Ex-Verlobten und auch Jack gegenüber war teilweise komplett egozentrisch und völlig impulsiv. Ich hab den beiden absolut abgekauft, dass sie sich nicht mögen. Die Annäherung kam dann über, oh Wunder, körperliche Anziehung. Da musste ich das ein oder andere Mal richtig hart cringen. Als sie dann zusammen waren, verbesserte sich das Buch für mich deutlich. Natürlich war der Plot vorhersehbar aber dennoch hat Botanic Hearts für mich schlussendlich doch noch die Kurve bekommen.