Eine Romance mit zu wenig Knistern und Pepp
In Botanic Hearts treffen Tansy und Jack das erste Mal inmitten eines verheerenden Hurricanes aufeinander. Tansy ist eine alleinerziehende Mutter und das hat sie gelehrt, sich von niemandem mehr abhängig zu machen.
Dass sie nun also auf Jack angewiesen ist, der sie und ihre Tochter aus ihrem überschwemmten Haus rettet, passt ihr überhaupt nicht – zumal er ihr direkt deutlich macht, was er von ihrer Unvorsichtigkeit hält.
Monate später müssen sie auf gewisse Weise zusammenarbeiten – oder zumindest ihre gegenseitige Anwesenheit erdulden. Denn Tansys kleine Bibliothek wird übergangsweise in Jacks botanischem Garten einquartiert. Ausgerechnet in Jacks Reich, das nach dem Hurrikan selbst mit etlichen Schäden zu kämpfen hat. Und wie soll Tansy ihre Bibliothek nur vor der Schließung retten, wenn vom botanischen Garten überhaupt keine Unterstützung kommt?
Ich hatte mich bei Botanic Hearts auf eine unterhaltsamen Wohlfühlroman gefreut. Schrullige Figuren, bibliophile Atmosphäre und knisternde Reiberein zwischen den Hauptfiguren.
Meinen Erwartungen und Hoffnungen wurde das Buch allerdings nicht ganz so gerecht wie erhofft. Das hatte mehrere Gründe.
Das Buch wird wechselnd aus der Perspektive von Jack und Tansy erzählt, in einer dritte-Person-erzählform. Letzteres ist nicht unbedingt meine liebste Erzählweise, aber ich kann mich nach einigen Kapiteln normalerweise damit anfreunden. Hier fand ich leider in keinen angenehmen Lesefluss, denn es gab etwas, das mich im Schreibstil immer wieder ins Straucheln brachte. Man glaubt, ein Kapitel aus der einen Perspektive zu lesen, plötzlich kommt für ein paar Sätze die andere Perspektive dazwischen, nur um im nächsten Absatz zurück zu wechseln. Das habe ich so noch nie gelesen und fand es sehr verwirrend.
Dadurch fand ich auch die Perspektiven an sich zu oberflächlich. Ich konnte mich nie voll und ganz auf Tansy beziehungsweise Jack einlassen, wodurch ich mit beiden Figuren nicht vollends warmwerden konnte.
Jacks ruhige, zurückhaltende Art konnte ich dennoch recht gutnachvollziehen und er war mir relativ sympathisch.
Tansy hingegen hat bei mir im Laufe der Geschichte einige Abstriche gesammelt und am Ende war sie mir ehrlich gesagt ziemlich zuwider. Was definitiv nicht die beste Voraussetzung zum Lesen einer Lovestory ist. Aber Tansy ließ mich einfach immer wieder nur mit dem Kopf schütteln. Ich kann nicht nachvollziehen, wie man so stur an einer relativ unreifen Einstellung festgehalten kann, wenn man doch sieht, dass man damit nicht zum Ziel kommt, der eigenen Tochter schadet und Leute von sich stößt, die es gut mit einem meinen.
Das daraus resultierende Drama hat mich nicht sonderlich interessiert, zumal Tansy praktisch die gesamte Geschichte lang braucht, um die Augen aufzumachen.
Thematisch war die Geschichte trotz allem sehr gut angelegt und hatte viel Potenzial. Insgesamt gestalten die Themen eine relativ ernste, realistische Stimmung. Damit hatte das Buch leider wenig zum Wohlfühlen, dennoch fand ich die Themen rund um den Hurricane und Jacks Vergangenheit nicht nur interessant, sondern auch wertvoll.
Hier spürt man wirklich, wie sehr besonders die Thematik rund um einen Hurricane der Autorin am Herzen liegt. Man merkt, wie viel eigene Erfahrungen und Erlebnisse in die Geschichte einfließen. Und überhaupt – ich habe noch nie über diese Thematik in Büchern gelesen und was bekommen wir in Deutschland denn mehr von den Hurricanes mit als die verheerenden Bilder unmittelbar nach dem Unwetter. Aber wie es danach für die Betroffenen weitergeht? Da ist dieses Buch wirklich ein Augenöffner.
Aber ich muss eben auch sagen, dass dieser Roman kein Erfahrungsbericht, sondern nunmal eine Romance ist. Und diese ... konnte mich einfach nicht abholen. Mir hat es nicht sonderlich gefallen, wie Tansy Jack behandelt hat und als Leserin wusste ich nie so recht, woran ich bei ihr eigentlich bin. Jacks Entwicklung passierte zu stillschweigend und beiläufig. Und der berüchtigte Third Act Breakup war extrem vorhersehbar und unnötig dramatisch.
Mein Fazit:
Ich hatte mich riesig auf die Geschichte gefreut, auf Momente zum Mitfühlen und Entspannen. Stattdessen musste ich mich zum Großteil ziemlich durchs Buch quälen. Da kam einfach kein Knistern bei mir an und auch die Erzählung an sich fühlte sich extrem langatmig an. Zu den Figuren konnte ich keine rechte Verbindung aufbauen und so ist alles, was mir von dem Buch bleibt, ein berührender Einblick in das Leben nach dem Hurricane.
Mehr als 2,5 Sterne sind dafür leider nicht drin.
Dass sie nun also auf Jack angewiesen ist, der sie und ihre Tochter aus ihrem überschwemmten Haus rettet, passt ihr überhaupt nicht – zumal er ihr direkt deutlich macht, was er von ihrer Unvorsichtigkeit hält.
Monate später müssen sie auf gewisse Weise zusammenarbeiten – oder zumindest ihre gegenseitige Anwesenheit erdulden. Denn Tansys kleine Bibliothek wird übergangsweise in Jacks botanischem Garten einquartiert. Ausgerechnet in Jacks Reich, das nach dem Hurrikan selbst mit etlichen Schäden zu kämpfen hat. Und wie soll Tansy ihre Bibliothek nur vor der Schließung retten, wenn vom botanischen Garten überhaupt keine Unterstützung kommt?
Ich hatte mich bei Botanic Hearts auf eine unterhaltsamen Wohlfühlroman gefreut. Schrullige Figuren, bibliophile Atmosphäre und knisternde Reiberein zwischen den Hauptfiguren.
Meinen Erwartungen und Hoffnungen wurde das Buch allerdings nicht ganz so gerecht wie erhofft. Das hatte mehrere Gründe.
Das Buch wird wechselnd aus der Perspektive von Jack und Tansy erzählt, in einer dritte-Person-erzählform. Letzteres ist nicht unbedingt meine liebste Erzählweise, aber ich kann mich nach einigen Kapiteln normalerweise damit anfreunden. Hier fand ich leider in keinen angenehmen Lesefluss, denn es gab etwas, das mich im Schreibstil immer wieder ins Straucheln brachte. Man glaubt, ein Kapitel aus der einen Perspektive zu lesen, plötzlich kommt für ein paar Sätze die andere Perspektive dazwischen, nur um im nächsten Absatz zurück zu wechseln. Das habe ich so noch nie gelesen und fand es sehr verwirrend.
Dadurch fand ich auch die Perspektiven an sich zu oberflächlich. Ich konnte mich nie voll und ganz auf Tansy beziehungsweise Jack einlassen, wodurch ich mit beiden Figuren nicht vollends warmwerden konnte.
Jacks ruhige, zurückhaltende Art konnte ich dennoch recht gutnachvollziehen und er war mir relativ sympathisch.
Tansy hingegen hat bei mir im Laufe der Geschichte einige Abstriche gesammelt und am Ende war sie mir ehrlich gesagt ziemlich zuwider. Was definitiv nicht die beste Voraussetzung zum Lesen einer Lovestory ist. Aber Tansy ließ mich einfach immer wieder nur mit dem Kopf schütteln. Ich kann nicht nachvollziehen, wie man so stur an einer relativ unreifen Einstellung festgehalten kann, wenn man doch sieht, dass man damit nicht zum Ziel kommt, der eigenen Tochter schadet und Leute von sich stößt, die es gut mit einem meinen.
Das daraus resultierende Drama hat mich nicht sonderlich interessiert, zumal Tansy praktisch die gesamte Geschichte lang braucht, um die Augen aufzumachen.
Thematisch war die Geschichte trotz allem sehr gut angelegt und hatte viel Potenzial. Insgesamt gestalten die Themen eine relativ ernste, realistische Stimmung. Damit hatte das Buch leider wenig zum Wohlfühlen, dennoch fand ich die Themen rund um den Hurricane und Jacks Vergangenheit nicht nur interessant, sondern auch wertvoll.
Hier spürt man wirklich, wie sehr besonders die Thematik rund um einen Hurricane der Autorin am Herzen liegt. Man merkt, wie viel eigene Erfahrungen und Erlebnisse in die Geschichte einfließen. Und überhaupt – ich habe noch nie über diese Thematik in Büchern gelesen und was bekommen wir in Deutschland denn mehr von den Hurricanes mit als die verheerenden Bilder unmittelbar nach dem Unwetter. Aber wie es danach für die Betroffenen weitergeht? Da ist dieses Buch wirklich ein Augenöffner.
Aber ich muss eben auch sagen, dass dieser Roman kein Erfahrungsbericht, sondern nunmal eine Romance ist. Und diese ... konnte mich einfach nicht abholen. Mir hat es nicht sonderlich gefallen, wie Tansy Jack behandelt hat und als Leserin wusste ich nie so recht, woran ich bei ihr eigentlich bin. Jacks Entwicklung passierte zu stillschweigend und beiläufig. Und der berüchtigte Third Act Breakup war extrem vorhersehbar und unnötig dramatisch.
Mein Fazit:
Ich hatte mich riesig auf die Geschichte gefreut, auf Momente zum Mitfühlen und Entspannen. Stattdessen musste ich mich zum Großteil ziemlich durchs Buch quälen. Da kam einfach kein Knistern bei mir an und auch die Erzählung an sich fühlte sich extrem langatmig an. Zu den Figuren konnte ich keine rechte Verbindung aufbauen und so ist alles, was mir von dem Buch bleibt, ein berührender Einblick in das Leben nach dem Hurricane.
Mehr als 2,5 Sterne sind dafür leider nicht drin.