Pflanzen und Bücher - eine schöne Kombination führt zu einem guten Buch für Zwischendurch

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sophieslesewelt Avatar

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Das Cover hat mich zu Beginn schon sehr angelacht. Das schöne Grün und das Pärchen auf dem Cover hat zu Beginn aber wenig mit dem Grumpy/Sunshine Pärchen im Roman zu tun. Tansy und Jack sind wie Tag und Nacht und das hat mir wirklich gut gefallen. Der Roman beschreibt die Umstände rund um einen Hurrikan in Houston, der eine Verwüstung hinterlässt und Tansy und Jack dazu zwingt, sich das Gelände zu teilen. Ich fand die Idee interessant, dass die kleine Green Library, mit der sich Tansy beweisen will, in den botanischen Garten verlegt wird, weil die ganze Sache einen gewissen Charme hat. Die Schwierigkeiten zwischen Tansy und Jack werden gut beschrieben, allem voran die Umstände Tansys die ihr gesamtes Hab und Gut verloren hat und auch damit umgehen muss, dass ihre Tochter Briar von den Fluten traumatisiert ist. Ich habe nach langer Zeit nun auch wieder ein Buch mit dem Single Parent Trope gelesen und es sind oft Single Väter, daher war es eine gute Abwechslung. Ich konnte Tansys Gefühle gut nachvollziehen, aber ihre Handlungen leider nicht. Auch Jack hat seine Probleme bzw. seine Vergangenheit, aber ich konnte ihn - trotz seiner rauen Art - besser leiden als Tansy. Ich hatte mir bei ihr auch eine bessere Charakterentwicklung erhofft, bei Jack ist sie sichtbarer gewesen, aber auch wenn sie ihre Handlung reflektiert hat, hat sie sich leider nicht weiterentwickelt. Was ich persönlich schade fand. Briar und die Mitarbeiter der Bibliothek und des Gartens  fand ich mit all ihren Eigenheiten toll. Ein Faktor, der mich gestört hat, war der Spice. Man hätte den gar nicht gebraucht, viel wichtiger wäre die Tiefe der Figuren gewesen und eine Reduktion der Themen, sodass man sich auf ein paar Themen genauer hätte konzentrieren können. Alles in allem hat mir die Geschichte als Roman für Zwischendurch gut gefallen.