Slow Burn zwischen Büchern und Blumen
Botanic Hearts ist eine ruhige, gefühlvolle Romance, die bewusst auf großes Drama, laute Konflikte oder überraschende Twists verzichtet. Stattdessen lebt die Geschichte von Atmosphäre, leiser Entwicklung und glaubwürdigen Figuren. Es ist ein Buch für Leser:innen, die Slow Burn, Nähe über Details und kleine Gesten schätzen.
Im Mittelpunkt stehen Tansy und Jack, zwei Menschen, die nach einer Katastrophe auf sehr unterschiedliche Weise versuchen, wieder Halt zu finden. Für Tansy bedeutet der Verlust von Heim und Arbeitsplatz den Einsturz ihres bisherigen Lebens – während sie alles daransetzt, ihre Bibliothek, ihr Team und ihre Tochter Briar zusammenzuhalten. Jack hingegen begegnet dem Chaos eher schweigend. Er spricht wenig, dafür mit Blumen. Dieses Motiv ist kein nettes Gimmick, sondern zieht sich konsequent und sinnvoll durch die Geschichte: Pflanzen, Gärten und Blumen werden zu emotionalen Übersetzern für all das, was unausgesprochen bleibt.
Melanie Sweeney schreibt weich, aber nie kitschig. Die Sprache ist bildhaft und oft beinahe meditativ, besonders in den botanischen Passagen. Die ungewöhnliche Kulisse einer Bibliothek im botanischen Garten ist dabei weit mehr als nur Setting. Bücher stehen für Ordnung und Schutz, Pflanzen für Freiheit und Wachstum – und genau zwischen diesen Polen begegnen sich die Figuren. Die Liebesgeschichte entsteht nicht trotz der schwierigen Umstände, sondern gerade wegen ihnen. Sie entwickelt sich langsam, manchmal zögerlich, aber stets organisch und glaubwürdig.
Was besonders überzeugt, ist die Tiefe der Charaktere. Sowohl Tansy als auch Jack tragen unter der Oberfläche viele Verwurzelungen mit sich, die sie zu den Menschen machen, die sie nach außen zu sein scheinen. Auch die Nebenfiguren entwickeln sich sichtbar weiter. Briar bringt Wärme und zusätzliche Tiefe in die Geschichte und zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, auf die Individualität von Kindern einzugehen und sie ernst zu nehmen.
Die Geschichte nimmt sich Zeit für Trauer, Unsicherheit und kleine Alltagsmomente. Sie ist keine „Geschichte zum Fliegen“, sondern eine zum Ankommen. Der Vergleich mit einem Baum, seinen Wurzeln und Ästen, passt dabei nicht nur thematisch, sondern auch strukturell sehr gut. Hin und wieder hätte man sich mehr Einblicke in Jacks Innenleben gewünscht, besonders im Hinblick auf die Spuren, die seine Ehe hinterlassen hat. Auch vom bissigen Schlagabtausch zwischen den Figuren hätte es gern etwas mehr sein dürfen.
Ein persönlicher Kritikpunkt liegt in der Verwendung genderneutraler Schreibweisen und eigener Pronomen, die für manche Leser:innen den Lesefluss spürbar stören können. Abseits davon überzeugt die Geschichte jedoch mit Wärme, Tiefe und einer ruhigen Intensität.
Botanic Hearts ist ein echtes Wohlfühlbuch: warm, leise und mit genau der richtigen Portion Herzklopfen. Es richtet sich an Leser:innen, die Bodenständigkeit, Realitätsnähe und Figuren schätzen, die im Leben bereits angekommen sind – und dennoch den Mut finden müssen, neue Wurzeln zu schlagen.
Im Mittelpunkt stehen Tansy und Jack, zwei Menschen, die nach einer Katastrophe auf sehr unterschiedliche Weise versuchen, wieder Halt zu finden. Für Tansy bedeutet der Verlust von Heim und Arbeitsplatz den Einsturz ihres bisherigen Lebens – während sie alles daransetzt, ihre Bibliothek, ihr Team und ihre Tochter Briar zusammenzuhalten. Jack hingegen begegnet dem Chaos eher schweigend. Er spricht wenig, dafür mit Blumen. Dieses Motiv ist kein nettes Gimmick, sondern zieht sich konsequent und sinnvoll durch die Geschichte: Pflanzen, Gärten und Blumen werden zu emotionalen Übersetzern für all das, was unausgesprochen bleibt.
Melanie Sweeney schreibt weich, aber nie kitschig. Die Sprache ist bildhaft und oft beinahe meditativ, besonders in den botanischen Passagen. Die ungewöhnliche Kulisse einer Bibliothek im botanischen Garten ist dabei weit mehr als nur Setting. Bücher stehen für Ordnung und Schutz, Pflanzen für Freiheit und Wachstum – und genau zwischen diesen Polen begegnen sich die Figuren. Die Liebesgeschichte entsteht nicht trotz der schwierigen Umstände, sondern gerade wegen ihnen. Sie entwickelt sich langsam, manchmal zögerlich, aber stets organisch und glaubwürdig.
Was besonders überzeugt, ist die Tiefe der Charaktere. Sowohl Tansy als auch Jack tragen unter der Oberfläche viele Verwurzelungen mit sich, die sie zu den Menschen machen, die sie nach außen zu sein scheinen. Auch die Nebenfiguren entwickeln sich sichtbar weiter. Briar bringt Wärme und zusätzliche Tiefe in die Geschichte und zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, auf die Individualität von Kindern einzugehen und sie ernst zu nehmen.
Die Geschichte nimmt sich Zeit für Trauer, Unsicherheit und kleine Alltagsmomente. Sie ist keine „Geschichte zum Fliegen“, sondern eine zum Ankommen. Der Vergleich mit einem Baum, seinen Wurzeln und Ästen, passt dabei nicht nur thematisch, sondern auch strukturell sehr gut. Hin und wieder hätte man sich mehr Einblicke in Jacks Innenleben gewünscht, besonders im Hinblick auf die Spuren, die seine Ehe hinterlassen hat. Auch vom bissigen Schlagabtausch zwischen den Figuren hätte es gern etwas mehr sein dürfen.
Ein persönlicher Kritikpunkt liegt in der Verwendung genderneutraler Schreibweisen und eigener Pronomen, die für manche Leser:innen den Lesefluss spürbar stören können. Abseits davon überzeugt die Geschichte jedoch mit Wärme, Tiefe und einer ruhigen Intensität.
Botanic Hearts ist ein echtes Wohlfühlbuch: warm, leise und mit genau der richtigen Portion Herzklopfen. Es richtet sich an Leser:innen, die Bodenständigkeit, Realitätsnähe und Figuren schätzen, die im Leben bereits angekommen sind – und dennoch den Mut finden müssen, neue Wurzeln zu schlagen.