Wenn zwischen Pflanzen und Büchern langsam Gefühle wachsen

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In Botanic Hearts begleiten wir Tansy, eine alleinerziehende Bibliotheksleiterin, deren Leben nach einem schweren Hurrikan komplett aus den Fugen gerät. Ihr Zuhause ist zerstört, die Bibliothek unbenutzbar – und plötzlich muss sie mit ihrer Tochter Briar ganz neu anfangen. Übergangsweise zieht die Bibliothek ausgerechnet in einen Botanischen Garten, der von Jack geleitet wird. Genau dem Mann, der Tansy während des Sturms geholfen hat und mit dem sie von Anfang an auf keiner besonders harmonischen Wellenlänge liegt.

Zwischen Bücherregalen, Pflanzen und jeder Menge unausgesprochener Gefühle entwickelt sich langsam eine Beziehung, die Zeit braucht – genauso wie die beiden selbst. Es geht nicht nur um Liebe, sondern auch um Neuanfänge, Verantwortung, Verlust und Heilung, verpackt in ein sehr ruhiges, fast schon entschleunigtes Setting.

Ganz ehrlich: Der Einstieg ist mir etwas schwer gefallen. Ich bin nicht sofort in die Geschichte hineingekommen, was für mich vor allem am Erzähl- und Schreibstil lag. Erst ab etwa der Hälfte hat sich das deutlich gebessert – ab da war ich emotional voll drin und habe die Geschichte richtig genießen können. Sobald dieser Punkt erreicht war, hat mich das Buch mit seiner Wärme und seiner Atmosphäre komplett abgeholt.

Besonders mochte ich die slow entwickelte Dynamik zwischen Tansy und Jack. Keine überzogene Dramatik, sondern zwei Menschen mit Ecken, Kanten und Vergangenheit. Auch Briar als Nebenfigur bringt viel Herz in die Geschichte und sorgt für emotionale Momente.

Botanic Hearts ist kein lauter Liebesroman, sondern ein leiser, sanfter, der Geduld verlangt – diese aber auch belohnt. Trotz des holprigen Starts bleibt für mich ein sehr positives Lesegefühl und ein echtes Wohlfühlbuch mit Tiefe. 🌿💚