I can buy myself flowers

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elefantracer Avatar

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Für Tansy ist die Katastrophe der Verlust von Heim und Arbeitsstätte. Während das eine stetig im Wiederaufbau ist, bekommt das andere neue Wurzeln. Für Jack hingegen ist die Katastrophe Chaos auf zwei Beinen, während UND nach dem Moment. Als die geheimnisvolle Unbekannte aus der Not plötzlich in seinem Garten aufschlägt, bereut er es wohl, nicht auf Baldrian als Pflanze des Jahres gesetzt zu haben.

Eigentlich habe ich mit Klappentext und Leseprobe etwas anderes vom Buch erwartet. Klar, irgendwie eine zwischenmenschliche Beziehung die sich aus sowas wie einer Nahtoderfahrung entwickelt. Bekommen habe ich aber deutlich mehr als diese Spitze des Eisbergs, denn trotz diesem Aspekt hatte ich die Story leichter erwartet als das, was sie transportiert hat. Sowohl Tansy als auch Jack haben unter der Oberfläche jede Menge Vernetzungen, die sie zu den Menschen machen, die sie nach außen zu sein scheinen.

Auch wenn es keine Geschichte zum Fliegen ist, so fand ich den Aufbau der Charaktere und ihre gemeinsame Entwicklung gelungen und für den Leser bindend. Irgendwie gefällt mir der Vergleich mit einem Baum, seinen Ästen und Wurzeln, nicht nur weil es gerade so in die Geschichte passt.

Von dem bissigen Schlagabtausch, den es manchmal gab, hätte ich mir noch mehr gewünscht (die Ausrichtung kann man ja ändern).

Ich würde die Geschichte jenen ans Herz legen, die in Büchern gerne auf Bodenständiges, Realitätsnahes setzen und für Charaktere fiebern, die eigentlich schon im Leben angekommen sind und nicht mehr auf der grundlegenden Suche.