Interessantes Thema

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lisi81 Avatar

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In Leon Englers „Botanik des Wahnsinns“ steht ein namenloser Ich-Erzähler im Mittelpunkt, der sich intensiv mit seiner eigenen Familiengeschichte auseinandersetzt. Dabei stößt er auf eine Vielzahl psychischer Erkrankungen. Während er diese Vergangenheit aufarbeitet, reflektiert er zugleich sein eigenes Leben und beginnt zunehmend zu zweifeln, ob auch er selbst betroffen ist. Letztlich führt ihn sein Weg in eine psychiatrische Klinik – ausgerechnet in seiner Rolle als Psychologe.

Die Grundidee des Romans hat mich zunächst sehr angesprochen. Bereits das Cover und der Titel haben mich sehr neugierig gemacht. Der Ton der Erzählung wirkt einerseits nüchtern und beinahe dokumentarisch, andererseits blitzen hin und wieder humorvolle, teils skurrile Momente auf. Besonders interessant fand ich die Auseinandersetzung mit psychischen Erkrankungen sowie mit der Weitergabe von Traumata über Generationen hinweg.

Insgesamt konnte mich das Buch dennoch nicht vollständig überzeugen und blieb für mich kein besonderes Lesehighlight. Dennoch ein Buch zu einem spannenden Thema.