Bourbon-Boys & Romance

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Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

Erster Satz: „Tu das nicht“, sage ich mit zusammengepressten Zähnen – und für einen Augenblick glaube ich, dass sie vielleicht auf mich hören wird.

Das Cover mag ich insgesamt gerne, wobei ich hoffe, dass es nicht mit KI generiert wurde. Seine Hände sehen allerdings wirklich komisch aus und das stört mich ungemein, wenn ich es anschaue. Ansonsten passt es grundsätzlich gut zur Geschichte.

Der Schreibstil der Autorin war gut und angenehm zu lesen. Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive und es gibt sowohl Kapitel aus Laneys als auch aus Grants Sicht, wodurch man beide besser kennen lernt. Die Beschreibungen fand ich gelungen und besonders alles was den Bourbon betrifft fand ich sehr gut erklärt.

Zu Beginn lernt man Laney kennen, die nach Fiasco kommt um dort unterzutauschen. Wieso weiß allerdings niemand. Sie lebt nun in einem kleinen Gästehaus bei der Familie Foxx und hat es dort mit dem Foxx-Männern zu tun. Schnell lebt sie sich ein und scheint auch den eher ruhigen Grant nicht kalt zu lassen.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Es startet direkt spannend und man kann sofort rätseln, wieso Laney flüchten musste. Schon im ersten Kapitel kommt sie also bei der Familie Foxx an und ab da wird das Buch längere Zeit etwas ruhiger. Ich war dennoch gespannt, was noch kommen würde.

Laney mochte ich sehr gerne, sie nimmt ihr Schicksal hin und macht das Beste draus. Wie sie sofort anpackt und da hilft, wo sie kann fand ich sehr gut. Auch ihr Umgang mit den Kindern war süß. Sie ist sehr offen und fröhlich, extrovertiert und findet dadurch schnell Anschluss in Fiasco. Hin und wieder war sie mir persönlich ein bisschen zu viel, zu offen und zu unbeschwert, aber insgesamt fand ich sie als Charakter gut.

Grant hingegen ist der mürrische Kerl, der eigentlich mit niemandem redet aber bei Laney sofort damit anfängt und auch immer ihre Nähe sucht. Dennoch blieb er als Charakter ein wenig blass für mich. Man erfährt, wieso er kein Polizist mehr ist und dass er seine Familie liebt, aber bei ihm hat mir einfach etwas gefehlt. Vielleicht liegt es daran, dass er zuerst nicht viel gesprochen hat und sich danach alles um Laney gedreht hat, aber ich bin nicht mit ihm warm geworden.

Die Geschichte war insgesamt gut und spannend, die Idee hat mir gefallen. Schon zu Beginn wird klar, dass Laney weglaufen muss, nur vor wem oder was erfährt man erst am Ende. Dieser Teil kam im Mittelteil des Buches etwas zu kurz, Laney wirkte zu unbeschwert und hat selten einen Gedanken an den Vorfall verschwendet. Dafür ging dann gegen Ende alles Schlag auf Schlag. Für mich war das aber zu kurz und alles andere zu lang. Einige Kapitel mehr, in denen es darum geht wieso sie da ist und der finale, nennen wir es, Showdown, wären hier gut gewesen. So wirkte es auf mich als wolle die Autorin schnell fertig werden und dann wieder zur Liebesgeschichte zurückkehren.

Diese ist mein zweiter Kritikpunkt, denn es gab eigentlich wenig Liebe und dafür viel Lust. Man soll als Leser glauben, dass sich die beiden innerhalbt von ein paar Woche unsterblich ineinander verliebt haben, doch es gibt lange keine gefühlvollen Szenen. Alles wird von der Lust bestimmt und wie sie es einander nicht besorgen wollen. Das hat für mich vieles kaputt gemacht und es hat auch oftmals nicht zur Situation gepasst, da wurden dann intime Szenen eingebaut, die eigentlich gar keinen Sinn zu diesem Zeitpunkt gemacht haben. Wirklich gut geschrieben waren sie auch nicht immer, denn die Gespräche währenddessen waren manchmal unangenehm zu lesen. Vielleicht funktioniert das im Original einfach besser. Gegen Ende merkt man dann aber ein bisschen was von den Gefühlen, aber immer noch zu wenig um ihre Handlungen zu rechtfertigen.

Was ich hingegen mochte war die Familie Foxx, Hadley und der Bourbon. Die Familie hält so schön zusammen und stellt sich allem geschlossen entgegen, auch wenn sie nicht immer einer Meinung sind, das fand ich sehr schön. Hadley ist eine Freundin der Familie und wird zu Laneys Freundin und ich fand sie toll. Sie ist aufgedreht, hat verrückte Ideen, ist aber sofort zur Stelle, wenn eine Freundin was braucht. Sie war, glaube ich, mein liebster Charakter. Und der Bourbon war einfach gut eingebaut, man lernt ein bisschen was und es ist kein Nebenschauplatz, sondern immer präsent.

Das Ende hat mir, wie schon gesagt, gut gefallen und gibt auch einen Ausblick auf den zweiten Band. Ich mochte die ganze Familie gerne und Grants Brüder sind nicht ganz so grießgrämig, daher könnten ihre Bücher viel besser werden.

Fazit:

Insgesamt war es ein gutes Buch, das mich allerdings nicht vom Hocker reißen konnte. Grant ist der typische einsahme Kerl, der nur eine Frau in seinem Leben braucht. Laney war mir persönlich als Charakter manchmal zu anstrengend. Die Geschichte fand ich gut, auch wenn die Liebesgeschichte nicht mein Fall war und die Spannung erst ganz am Ende kam. Von mir kriegt das Buch 3 Sterne.