Gute Idee, aber zu viel Lust und zu wenig echte Nähe

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern
ellyko Avatar

Von

Für mich startet das Buch richtig spannend. Man ist sofort dabei und rätselt, warum Laney untertauchen muss. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm, und die Wechsel zwischen Laney und Grant helfen, beide Seiten mitzubekommen. Besonders alles rund um den Bourbon fand ich gelungen und präsent, nicht nur als nettes Beiwerk.

Laney mochte ich grundsätzlich gerne. Sie packt an, ist offen und findet schnell Anschluss. Hin und wieder war sie mir persönlich ein bisschen zu unbeschwert für ihre Lage. Mit Grant bin ich ehrlich gesagt nicht richtig warm geworden. Man versteht seine Vergangenheit und dass er seine Familie liebt, aber als Figur blieb er für mich eher blass.

Was mich richtig gestört hat: Es gibt wenig spürbare Liebe und dafür viel Lust. Man soll glauben, dass sich die beiden in kurzer Zeit verlieben, aber gefühlvolle Szenen kommen lange kaum vor. Alles dreht sich um Anziehung, und manche intimen Stellen passen für mich schlicht nicht zur Situation.
Dazu kommt, dass die Spannung im Mittelteil zu kurz kommt und am Ende alles Schlag auf Schlag geht.

Trotzdem mochte ich die Familie Foxx und vor allem Hadley sehr. Der Zusammenhalt fühlt sich echt an. Das Ende gibt Lust auf die Brüder, aber insgesamt reißt mich die Geschichte nicht vom Hocker.