Nur Spice und sonst nichts

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athene1989 Avatar

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„Bourbon and Lies“ von Victoria Wilder hat mich sehr gereizt, da ich es interessant fand, dass Laney bei den Foxx-Brüdern untertauchen muss. Diese wissen nichts über sie, nehmen sie allerdings auf. Um die Brüder rankt sich ein Geheimnis, ein Fluch, bei dem jede Frau, die von einem der Foxx-Männern geliebt wird, stirbt. Grant hat bereits jemanden verloren und hält sich daher von Menschen fern, bis Laney in seinem Leben auftaucht und alles durcheinander bringt.
Ich mochte die Leseprobe total gerne. Ich fand es interessant, wie das Leben von Grant war und welchen Verlust er erlitten hat. Ich war auch neugierig, was bei Laney alles passiert ist, denn da hat man ja nur wirklich wenig erfahren. Aber es kam schnell die Ernüchterung. Es wurde sehr schnell rein körperlich, weitestgehend vulgär. Sie treffen das allererste Mal aufeinander und er wird direkt hart, weil sie nur ein Shirt an hat. Ein anderes Mal betrachtet er ihre Oberschenkel, weil sie eine kurze Hose trägt, und er geht in sein Haus und holt sich erstmal einen runter, was sie natürlich mitbekommt und das toll findet. So geht es die ganze Zeit. Außerdem sind irgendwie alle Charaktere gleich. Jeder hat einen recht zweideutigen Humor und teilt das auch manchmal etwas derbe mit. Dazu gehören sogar die Frauen aus dem Buchclub. Da hätte ich mir schon mehr Vielseitigkeit gewünscht. So war es ein Einheitsbrei. Die einzigen, die anders waren, waren die Brüder Grant, Ace und Lincoln und ihr Großvater Griz. Vielleicht um sich von den anderen abzusetzen oder aber weil dort mehr Arbeit hineingesteckt wurde. Gut, ein oder zwei Charaktere, wie Del, waren auch etwas anders, aber das hat mir einfach nicht gereicht. Außerdem passte das Zeitmanagement überhaupt nicht. An einer Stelle backt Laney und kann deswegen nicht die Tür öffnen, weswegen sie eben ruft, dass Ace reinkommen soll. Dann macht sie da etwas weiter und holt Butter aus dem Kühlschrank und dann holt sie ihr Gebäck auch schon fertig aus dem Ofen. Ein anderes Mal ruft sie die Polizei und den Krankenwagen zu sich, die sie sieht und kann sich dann aber noch gefühlt Stunden mit Grant unterhalten, ehe diese mal ankommen. Das hat für mich einfach nicht gepasst. Ebenso wie das Ende. Das war einfach viel zu schnell. Bei dem Buch wurde nur darauf wert gelegt, dass die beiden sich ihre Klamotten vom Leib reißen. Erst nur gedanklich und als es dann das erste Mal richtig passiert ist, wurde dies durchgehend gemacht. Ich habe ja durchaus spice erwartet, aber nicht nur. Die Story und die Charaktere blieben einfach auf der Strecke und das war schade. Mir gefiel zwar, wie Ace und Hadley, die beste Freundin von Lincoln, miteinander umgehen, aber das reicht eindeutig nicht, um die Reihe weiterzulesen, weil ich mir sicher bin, dass es da genauso sein wird. Von mir gibt es daher nur zwei Sterne. Wer extrem viel Spice liebt, der wird dieses Buch vielleicht mögen, aber sonst würde ich eher die Finger davon lassen.