Solide Unterhaltung

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aoibheann Avatar

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Laney landet eher inoffiziell im Zeugenschutzprogramm der Polizei und wird auf diesem Weg bei den Foxx-Brüdern in einer Kleinstadt in Kentucky untergebracht. Nach dem ersten Schock über das Geschehene und den überstürzten Wechsel in ein neues Leben und eine neue Identität, beginnt Laney sich in der Kleinstadt einzuleben, Kontakte zu knüpfen und sich sogar wohlzufühlen.
Sowohl Laney als auch Grant waren mir als Figuren durchaus sympathisch. Beide haben ein Vorleben, das Narben bei beiden hinterlassen hat. Auf den ersten Blick wirkt Grant mürrisch und abweisend. Aber hinter dieser Fassade steckt ein führsorglicher Mensch, der auf Laney eingehen kann und weiß, wie sich Panikattacken anfühlen. Laney wirkt manchmal etwas großmäulig und unüberlegt. Dahinter versteckt sich eine Frau, die nicht nur ihre Gastgeber anlügen muss, sondern auch alleine schreckliche Bilder verarbeiten muss, sondern auch gleichzeitig versucht sich irgendwie selbst wieder zu finden. Laney ist ganz ohne Zweifel schlagfertig und bietet Grant immer wieder Paroli. Das wäre allerdings wesentlich unterhaltsamer gewesen, wenn nicht so gut wie jeder Spruch eine sexuelle Anspielung wäre. Der Effekt nutzt sich für mich mit der Zeit einfach ab und wirkt dann nur noch aufgesetzt. Überhaupt hecheln sich beide hinter dem Rücken des anderen wahnsinnig lange hinterher, um es dann zu jeder sich bietenden Möglichkeit ausführlich zu treiben. Hier bleibt die Handlung leider zugunsten des Spice viel zu sehr auf der Strecke. Das ist eigentlich schade, denn bei einer besseren Balance zwischen dem Spice und dem Romantik-Thrill hätte die Geschichte richtig gut werden können. Der Thrill-Aspekt kam mir leider viel zu kurz. Die Aufklärung erfolgt zwischen Tür und Angel, der finale Showdown schnell abgehandelt. Dem Ende hätte ich da ein paar mehr Sätze gegönnt. Auch zu Laneys Hintergrund wären ein paar mehr Infos schon schön gewesen.
Grant hat eine tolle Familie. Mir hat es gefallen, dass die ganze Foxx-Familie in die Handlung einbezogen wird. Grade Griz, der Großvater, mochte ich mit seiner liebenswert kauzigen und rauen Art sehr.
Insgesamt eine solide Unterhaltung für Regentage.