Viel Bourbon, wenig Spannung: eine Fake-Cowboy-Romance

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bookaddict_sylvia Avatar

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Bourbon & Lies hat für mich sehr vielversprechend angefangen, die ersten Kapitel sind wirklich spannend und sehr vielversprechend, doch am Schluss konnte es mich nicht ganz überzeugen.

Laney wird nach einer geheimnisvollen Straftat zu ihrem Schutz nach Fiasco, Kentucky, gebracht und soll dort bei den Foxx-Brüdern untertauchen, die eine Bourbon-Brennerei betreiben. Zwar ist sie nicht offiziell im Zeugenschutzprogramm, soll sich aber möglichst bedeckt halten. Das klappt natürlich nur bedingt, und besonders Grant Foxx, der grummelige und eher verschlossene Bruder der Familie und ehemalige Polizist, wird schnell auf sie aufmerksam. Was zunächst mit kleinen Flirts und einem zum Teil einseitigen Knistern beginnt, entwickelt sich nach und nach zu einer spicy Fake-Cowboy-Romance.

Besonders gut gefallen hat mir das Small-Town-Setting und die etwas andere Atmosphäre rund um die Bourbon-Brennerei. Das hat für mich den besonderen Charme dieses Buches ausgemacht.

Die Chemie zwischen Laney und Grant hat für mich funktioniert, auch wenn die Geschichte im Laufe des Buches den Fokus immer stärker auf die Romance und die spicy Szenen legt. Das ist für Fans des Genres sicher genau das Richtige.

Was mich allerdings etwas enttäuscht hat, war der Spannungsbogen rund um Laneys Vergangenheit. Die Ausgangslage verspricht zunächst eine interessante Suspense-Handlung, doch die künstlich aufgebaute Spannung konnte mich nicht vollständig überzeugen. Vor allem die Auflösung wirkte auf mich eher unspektakulär und nicht wirklich zufriedenstellend. Hier habe ich mir vielleicht einfach zu viel erhofft, vor allem wenn angeblich alles schon zu gefährlich für ein offizielles Zeugenschutzprogramm sein soll. Denke für Leser wie mich, die auch gerne Krimi und Thriller lesen, ist es nicht ganz das wahre.

Trotzdem denke ich, dass die weiteren Foxx-Brüder noch für genügend Buchstoff sorgen werden. Wer Romance im Western- oder Cowboy-Stil mag, ist hier sicher gut aufgehoben. Ich persönlich mag allerdings Elsie Silvers Schreibstil lieber, da für mich dort vieles stimmiger wirkt.

Insgesamt ein schöner Auftakt der Reihe, bei dem für mich das Kleinstadtflair und die Romance deutlich stärker waren als die Suspense-Elemente.