Zwischen Kontrolle und innerer Unruhe
Die Lesprobe zeichnet mit Elisa eine facettenreiche Protagonistin, deren Bedürfnis nach Struktur und Ordnung im Kontrast zu den emotionalen Bruchstellen ihrer Vergangenheit steht. Besonders gelungen ist die dichte, detailreiche Sprache, die sowohl ihren beruflichen Alltag als auch ihre inneren Spannungen greifbar macht. Die aufkommende Begegnung mit dem Vater erzeugt eine unterschwellige Spannung, die neugierig auf die weitere Entwicklung macht. Insgesamt wirkt der Roman wie eine fein beobachtete Geschichte über Kontrolle, Verlust und die Möglichkeit von Veränderung.