Ein heimeliger Sommerroman
In Ihrem Familienroman „Brombeerblaue Tage“ nimmt uns die Autorin und freiberufliche Journalistin Simone Veenstra mit auf die Ostseeinsel Rügen. Der Roman ist am 15.05.2026 im Rowohlt-Verlag erschienen und umfasst 304 Seiten.
Die Hauptfigur des Romans ist Elisa, die als Landschaftsarchitektin in Berlin wohnt und arbeitet und dank der Entwicklung einer besonderen Pflanzen-App für zahlreiche Projekte angefragt wird. Kurzfristige Deadlines, ständig wechselnde Kundenwünsche und wenig Privatleben bestimmen dabei ihren Alltag in der Großstadt. Zu ihrem Vater, der die Familie verlassen hat, als sie noch ein kleines Kind war, hat sie nur sporadischen Kontakt. Als dieser dann plötzlich ins Krankenhaus muss und Elisa bittet, sich während dieser Zeit um seinen Gutshof auf Rügen und den pensionierten Hütehund Aurel zu kümmern, willigt sie notgedrungen ein und fährt nach Rügen. Bepflanzungspläne kann sie schließlich von überall entwerfen, denkt sie. Doch kaum auf Rügen angekommen, stellt sich der Gutshof als verwildertes Sanierungsprojekt dar. Ohne fließend Wasser und mangels einer stabilen Internetverbindung würde Elisa am liebsten direkt wieder umkehren. Doch ihr Verantwortungsbewusstsein hält sie an den Ort, an dem sich ihr Vater, von dem sie kaum etwas weiß, ein neues Leben aufgebaut hat. Schnell lernt Elisa auch die Nachbarn und Bekanntschaften ihres Vaters kennen und mit jedem Tag, den sie mehr auf dem Hof verbringt, fällt auch der Stress der letzten Jahre von ihr ab. Je mehr sie sich mit dem Hof und der dort bestehenden Pflanzenwelt auseinandersetzt, findet sie Stück für Stück wieder mehr zu sich selbst und zurück zu ihrer Liebe zur Natur und macht dabei auch noch eine spektakuläre Entdeckung.
„Brombeerblaue Tage“ ist ein richtig schöner, sommerlicher Roman in dem neben der Vater-Tochter-Beziehung vor allem die Liebe zur Pflanzenwelt im Vordergrund steht. Das Cover passt perfekt zur Geschichte und besonders schön fand ich die liebevoll gestalteten Pflanzen-Steckbriefe zu Beginn eines Kapitels. Ich habe wirklich viel Neues über die heimische Pflanzenwelt gelernt und mochte auch die Charakterentwicklung der Protagonistin. Die Figuren wurden seitens der Autorin sehr authentisch beschrieben und ich mag den feinen Humor, der immer wieder zum Vorschein tritt. Hier und da war der Roman etwas vorhersehbar. Dafür hat mich aber die feministische Geschichte Rügens, die im zweiten Teil des Romans mehr an Inhalt gewinnt, sehr interessiert.
Insgesamt ein sehr warmherziger Sommerroman, den ich gerne gelesen habe und ein „Muss“ für alle Fans des Romans „Der geheime Garten“.
Die Hauptfigur des Romans ist Elisa, die als Landschaftsarchitektin in Berlin wohnt und arbeitet und dank der Entwicklung einer besonderen Pflanzen-App für zahlreiche Projekte angefragt wird. Kurzfristige Deadlines, ständig wechselnde Kundenwünsche und wenig Privatleben bestimmen dabei ihren Alltag in der Großstadt. Zu ihrem Vater, der die Familie verlassen hat, als sie noch ein kleines Kind war, hat sie nur sporadischen Kontakt. Als dieser dann plötzlich ins Krankenhaus muss und Elisa bittet, sich während dieser Zeit um seinen Gutshof auf Rügen und den pensionierten Hütehund Aurel zu kümmern, willigt sie notgedrungen ein und fährt nach Rügen. Bepflanzungspläne kann sie schließlich von überall entwerfen, denkt sie. Doch kaum auf Rügen angekommen, stellt sich der Gutshof als verwildertes Sanierungsprojekt dar. Ohne fließend Wasser und mangels einer stabilen Internetverbindung würde Elisa am liebsten direkt wieder umkehren. Doch ihr Verantwortungsbewusstsein hält sie an den Ort, an dem sich ihr Vater, von dem sie kaum etwas weiß, ein neues Leben aufgebaut hat. Schnell lernt Elisa auch die Nachbarn und Bekanntschaften ihres Vaters kennen und mit jedem Tag, den sie mehr auf dem Hof verbringt, fällt auch der Stress der letzten Jahre von ihr ab. Je mehr sie sich mit dem Hof und der dort bestehenden Pflanzenwelt auseinandersetzt, findet sie Stück für Stück wieder mehr zu sich selbst und zurück zu ihrer Liebe zur Natur und macht dabei auch noch eine spektakuläre Entdeckung.
„Brombeerblaue Tage“ ist ein richtig schöner, sommerlicher Roman in dem neben der Vater-Tochter-Beziehung vor allem die Liebe zur Pflanzenwelt im Vordergrund steht. Das Cover passt perfekt zur Geschichte und besonders schön fand ich die liebevoll gestalteten Pflanzen-Steckbriefe zu Beginn eines Kapitels. Ich habe wirklich viel Neues über die heimische Pflanzenwelt gelernt und mochte auch die Charakterentwicklung der Protagonistin. Die Figuren wurden seitens der Autorin sehr authentisch beschrieben und ich mag den feinen Humor, der immer wieder zum Vorschein tritt. Hier und da war der Roman etwas vorhersehbar. Dafür hat mich aber die feministische Geschichte Rügens, die im zweiten Teil des Romans mehr an Inhalt gewinnt, sehr interessiert.
Insgesamt ein sehr warmherziger Sommerroman, den ich gerne gelesen habe und ein „Muss“ für alle Fans des Romans „Der geheime Garten“.