ein Spaziergang durch die Natur

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hase Avatar

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Der erste Eindruck des Buches überzeugt, eine gelungene Abstimmung der Farben, Motive und den prominenten Brombeeren.
Sofort sehe ich einen Spätsommer, idyllisch in den Farben und langen Abenden vor mir. Gefällig.

Bleibt es so?
Der Reihe nach. In der Handlung geht es um Elisa, eine Landschaftsarchitektin,die zur Zeit mit ihren beruflichen Vorgaben hadert. So kommt eine Auszeit nicht ungelegen, sie soll für einige Zeit den Umbau eines Hauses ihres Vaters überwachen. Und hier finden sich die ersten Brüche, Störungen im Verlauf einer durchgängigen Handlung. Die erste Begegnung mit Nachbarn ist problematisch, das klingt noch glaubhaft.

Dann allerdings bricht es, ein die Szenen um Haustiere, Umbau. Funde im Garten und ebenso um die Krankheitsgeschichte ihres Vaters klingen sehr konstruiert, teilweise weit entfernt von der Realtität.

Dagegen steht wiederum die intensive Beschäftigung mit der Natur, mit Pflanzen und ihrer Verwendungsweise. Das überzeugt auf jeden Fall.
Der Versuch einer Beziehungsgeschichte wird dann wieder sehr seicht dargestellt.

Insgesamt liest sich die Handlung für mich sehr gestückelt. Das es keinen direkten Abschluss gibt, passt wiederum, denn keine der Aktivitäten ist beendet, oder zeichnet einen erfolgreichen Ausgang ab.

Enttäuschend sehe ich den fehlenden Quellenhinweis zur dem Prolog, einem Gedichtvers von Emiliy Dickinson und zu den Grafiken einzelner Pflanzen. Zwischen Kapiteln eingeschoben, ohne Bezug zu dem weiteren Geschehen, ist der Sinn nicht unbedingt auf den ersten Blick zu erkennen. Auch hier fehlt ein Quellennachweis.

Aufmachung und Inhalt des Buches weichen für mich weit voneinander ab. Entäuscht lege ich es zur Seite, gefällig war nur das Cover.