Eintauchen in eine farbenfrohe Pflanzenwelt

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nick22 Avatar

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Das Buch "Brombeerblaue Tage" hat mich sowohl vom Cover als auch vom Klappentext gleich angesprochen.
Auf dem Cover ist ein Brombeerzweig zu sehen, sowie ein nordisches Gutshaus. Die Autorin 'Simone Veenstra' schafft es sofort zu Beginn des Buches den Leser auf eine Reise zu vielen Pflanzen und Farben mitzunehmen.

Vor den Kapiteln gibt es Abbildungen von Blumen Blumen inkl der lateinischen Bezeichnung und einer kurzen Erklärung dazu.
Ich habe keinen grünen Daumen, daher war es sehr interessant für mich.

Zum Inhalt:
Elisa ist Landschaftsarchitektin, die gerade ein großes Projekt betreut als sie zu ihrem Vater auf Rügen gerufen wird um auf Hund und Haus aufzupassen, weil er ins Krankenhaus muss. Nach der Trennung der Eltern als sie klein war, ist das Verhältnis zwischen den beiden sehr angespannt. Sie sagt trotzdem zu und findet auf Rügen nicht nur einen verwilderten Garten, ein renovierungsbedürftiges Haus ohne Wasser vor, sondern auch Henk ihren kranken Vater, der es nötig macht länger zu bleiben als gedacht.
Im Garten des Vaters findet sie nicht nur viele Pflanzen, sondern auch sich selbst ein Stück weit wieder. Die Pflanzenliebe hat sie von ihrer Oma geerbt.

Meinung zum Buch:
Ich brauchte einen Moment um in den Schreibstil rein zu finden, doch dann war ich begeistert von der Vielfalt an Beschreibungen, die die Autorin nutzt. Gerade wie sie die Pflanzen alle beschreibt und die Farben. Gerade die Farben sind immer nochmal mit einer zusätzlichen Beschreibung dargestellt. Findet man auch gleich im Titel. Es heißt nicht blau, sondern brombeerblau. Grün ist dann lindgrün, gelb eher sonnenblumengelb usw. So konnte ich mir vieles sehr genau vorstellen.
Als Leser bekommt man auch genau die Stimmung zwischen Elisa und ihrem Vater Henk mit und wie diese sich im Laufe des Buches verändert.
Gerade auch Elisas Entwicklung hat mir gut gefallen. Sie findet immer mehr zu sich selbst und zu dem, was sie gerne macht ohne diese ständige Erreichbarkeit, die sie in der Stadt hatte.
Liebevolle Nebencharaktere und nicht zuletzt Henks Hund Aurel helfen dabei, den Roman zu einer runden Sache zu machen.
Ich hätte mir am Ende noch einen kleinen Epilog gewünscht, der alles nach ca einem Jahr nochmal erzählt, das Ende war relativ kurz gefasst nachdem vorher eher ausführlicher erzählt wurde. Aber das tut der Geschichte keinen Abbruch.

Fazit:
Absolute Leseempfehlung! Gerade auch für Pflanzenliebhaber ein wunderschönes Buch, wenn man die beschriebenen Blumen und Pflanzen vielleicht schon gleich im Kopf hat und die farbenfrohe Beschreibung dessen gerne mag.