Gefühlvoller Roman mit Neuorientierung

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deidree Avatar

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Wir haben hier einen schönen, gefühlvollen Roman. Er beinhaltet aber nicht nur „Brombeerblaue Tage“ für Elisa. Sie lernt neue Menschen kennen und lieben. Darunter nicht nur fremde, sondern auch ihr Vater und sie selbst. Aus der, angeblich, kurzen Zeit auf Rügen wird plötzlich doch ein längerer Aufenthalt.
Elisa ist eine Frau, in deren Leben alles geplant ist. Wie sich eine Abweichung davon auswirkt und welche Konsequenzen Elisa daraus für sich zieht dürfen wir im Roman von Simone Veenstra miterleben.
Mir gefällt, dass Elisa nicht stur an ihrem Leben festhält, dass sie zu hinterfragen und überlegen beginnt. Aber auch, dass sie lernt zu sich selbst zu stehen.
Wunderbar beschrieben werden von der Autorin die verschiedenen Gewächse. Es macht Lust ebenso wie Elisa auf Entdeckungstour zu gehen. Einzig zum Schluss hin ging es mir ein ganz klein wenig zu schnell, gerade was das Gutshaus und seinen Garten betrifft.
Das Buch ist in Kapitel unterteilt, dazwischen gibt es jeweils ein ganz kurzes von maximal zwei Seiten, in dem eine Pflanze beschrieben wird. Den Schreibstil finde ich leicht zu lesen und so ist es ein sehr kurzweiliger Roman mit viel Gefühl und Botanik, positiv gesehen.