Pflanzen haben Vorrang

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pewie Avatar

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Elisa hat nur sporadisch Kontakt zu ihrem Vater. Als er sie jetzt um Unterstützung bittet, reist sie trotzdem von Berlin nach Rügen. Er muss ins Krankenhaus und sie soll sein Haus und den Hund hüten. Als Landschaftsarchitektin kann sie von zuhause aus arbeiten, vorausgesetzt sie hat einen Internetzugang. Der fehlt aber im Haus genau so wie flie0end Wasser. Alles Informationen die sie so nach und nach erfährt, auch das ihr Vater am Herzen operiert werden muss.
Trotz aller Dramatik ist es eine unterkühlte Geschichte. Elisa lässt niemand an sich heran, unterdrückt ihre Gefühle und zeigt der Welt immer ein freundliches Gesicht. Während ihr Vater nach der Operation noch verwirrt ist, versucht sie wieder eine Beziehung herzustellen.
Alles was mit Pflanzen, Bäumen u. ä, zutun hat wird breit und ausführlich beschrieben, alles bis auf den Hund bleibt in vager Erwähnung. Die Menschen sind für mich entweder kühl, unnahbar oder bleiben blass bis zur Unkenntlichkeit. Einzig die sporadisch auftretenden inselbewohner haben etwas Farbe. Der Buchtitel verspricht, genau wie der Klappentext eigentlich etwas anderes. Mehr Farbe, mehr Tiefe, mehr Gefühl das alles hat mir gefehlt. Das Thema klingt spannend, die Umsetzung ist nicht gut gelungen.