Ruhig und zart

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blubbi12 Avatar

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Blaue Brombeertage ist ein Buch, in das ich erst nicht so richtig reingekommen bin, weil es wirklich eine sehr ruhige Geschichte ist, fast langatmig und vieles sehr detailliert beschrieben wird – also was Elisa erlebt, aber auch, was sie denkt und fühlt.

Elisa arbeitet eigentlich als Landschaftsgärtnerin, ist aber inzwischen mehr mit kaufmännischen Themen beschäftigt als mit Pflanzen selbst. Als ihr Vater, zu dem sie lange keinen Kontakt hatte, sie plötzlich bittet, nach Rügen zu kommen, um Haus und Hund zu versorgen, während er im Krankenhaus ist, fährt sie einfach hin.

In diesem alten Gutshaus und dem verwilderten Garten findet sie nach und nach wieder zurück zu ihrer Liebe zu Pflanzen, aber auch das Thema Familie wird wieder wichtiger und es kommt zur Aussprache mit den Eltern.

Ein kleines Highlight für mich waren die Seiten zwischendrin mit detaillierten Pflanzenbeschreibungen und Zeichnungen, die sehr liebevoll gestaltet sind.

Übrigens merkt man beim Lesen auch, dass die Autorin Simone Vefenestra selbst gerade einen alten Hof auf Rügen saniert. Diese Liebe zur Gegend, zu alten Häusern und natürlichen Gärten ist wirklich spürbar und macht die Atmosphäre des Buches besonders.