Sehr pflanzlich

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emmmbeee Avatar

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Elisa erhält von ihrem Vater, der bisher in ihrem Leben kaum präsent war, die Nachricht, vorübergehend zu seinem Haus auf Rügen und dem Hund zu schauen. Er müsse zu einer Untersuchung aufs Festland. Die Landschaftsarchitektin macht sich denn auch auf den Weg zur Insel, nur um ihren Vater knapp zu verpassen. Überhaupt häufen sich die Missverständnisse zu Beginn des Romans, und in der Folge kommt alles ganz anders als vorgesehen.
Die junge Frau arbeitete bisher in Berlin, wo natürlich alles ganz anders ist, besonders, was die Natur (und der Umgang mit ihr) betrifft. Doch Elisa hat auch die Gene ihrer gärtnernden Großmutter in sich, und bald ist sie begeistert in die Inselwelt eingetaucht. Der Leser wird mit viel Wissen über Pflanzen beschenkt und damit auch über die Farben, die sich aus ihnen gewinnen lassen, sowohl für tierische wie pflanzliche Fasern.
Mir gefiel, wie Elisa den Kontakt zu den Nachbarn aufbaut und hält, obwohl diese zu Beginn sich teils nicht sehr einladend geben. Auch die Zusammenarbeit, das nachbarschaftliche Zusammenhalten ging mir nahe, das gemeinsame Lösen von Problemen, das Zusammenhelfen für die Genesung von Elisas Vater. Und da ist auch noch der Hund, der die Verbindung zwischen allen Personen hält.
Das Cover gefiel mir schon beim ersten Blick darauf, so fruchtig-frisch und appetitlich. Zwischen den Kapiteln immer wieder eine Graphik zu einer Blume und die genaue Klassifizierung und Beschreibung. Der Schreibstil ist flott fließend, die Sinne ansprechend, manchmal schon fast haptisch. Etliche Themen, die Natur betreffend, werden angesprochen, auch psychische und medizinische nicht zu knapp.